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Finder-Alternative Raskin lebt – Update auf Version 2.0

18.02.2020 | 11:18 Uhr | Thomas Hartmann

Als Ergänzung oder auch komplette Alternative bietet sich die nach dem legendären Macintosh-Entwickler Jef Raskin benannte Software für den Mac an. Nun gibt es eine Aktualisierung.

Bereits vor einigen Jahren haben wir über die Schweizer Entwicklung Raskin als Ergänzung oder kompletten Ersatz für den Mac-Finder berichtet . Seitdem war wenig von dem alternativen Dateimanager zu hören, der an die Bemühungen des 2005 verstorbenen Mathematikers und Macintosh-Entwicklers Jef Raskin für eine Human Interface anknüpfen will. Nun hat der Entwickler ein Update auf Version 2.0 veröffentlicht. Damit ist eine verbesserte Darstellung und neue Optionen für die Betrachtung verbunden.

Prinzipiell zeigt Raskin Dokumente auf dem Mac in Kolumnen sortiert und aus der Vogelperspektive, auf die man sich per Maus oder Trackpad heran zoomen kann. Filme lassen sich beispielsweise direkt abspielen, eine Vorschau für Dokumente und Bilder ist integriert. Verliert man die Orientierung, was vor allem anfangs schnell passieren kann, kommt man per Mausklick oder Tastenkombination schnell zum Überblick zurück.

Erst kostenpflichtig vollwertig

Fraglos ist diese Darstellungsweise gewöhnungsbedürftig, aber sie kann vor allem für Grafiker und andere Kreative einen Vorteil bieten, besonders, wenn man seine Bilder im Finder mal schnell im sogenannten Leuchttisch-Modus betrachten möchte. Diese und andere Funktionen sind freilich der kostenpflichtigen Version vorbehalten. Zahlt man dafür zehn Euro, erhält man die Möglichkeit, umfangreich mit Raskin als Finder-Alternative zu arbeiten und beispielsweise Orte und Ordner umzubenennen und zu verschieben, den Leuchttisch-Modus, die Option zu löschen und anderes mehr, was man an sich aus der normalen Finder-Arbeit gewohnt ist. In den man übrigens jederzeit problemlos zurückschalten kann: Raskin legt sich als selbstständiges Programm einfach obenauf.

Gewöhnungsbedürftig, aber entdeckungsträchtig

Wir haben ein wenig mit dem Konzept herumgespielt und sind einerseits sehr angetan, zum Beispiel entdeckt man rasch Dokumente oder vor allem Fotos und Filme, die man schon fast vergessen hatte. Das Ganze hat auch etwas Spielerisches, das zum Entdecken animiert. Da man die Software kostenlos aus dem Mac App Store   (ab macOS 10.14) laden und testen kann, steht eigenen Experimenten nichts im Wege. Welche Funktionen erst mit der Pro-Version freigeschaltet werden, wird in den Menüs blau hervorgehoben.

In der neuen Version verspricht der Entwickler außerdem bessere visuelle Sortierfunktionen, kleineren Ressourcen-Verbrauch, dabei bessere Leistung. Mit dem neuen Raskin-Button für den Finder kann man direkt aus der Mac-Ansicht zu Raskin wechseln. Auch neue Pfad-Optionen und eine bessere Indizierung für die Navigation und Systemintegration sind laut Entwickler dazugekommen. Einen ausführlichen Überblick findet man auf der Entwickler-Site .

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