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Flüssiges Metall soll PCs kühlen

11.08.2005 | 10:25 Uhr |

Doch es gibt auch Skeptiker. Laut Monem Alyaser, Director der Beratungsgesellschaft Applied Thermal Technologies im kalifornischen Santa Clara ist es zu riskant, nicht erprobte Komponenten in Computern zu verbauen. Alyaser arbeitete an den Kühlsystemen für Microsofts Spielekonsole Xbox und für das Apple Powerbook mit und meint, dass es besser ist, zunächst auf Wasserkühlungen zu setzen. Diese seien so ausgereift wie Wasserkühler in Autos. Zu groß und zu schwer für PCs und Notebooks ist die Metallkühlung nach Ansicht von Lester Lau vom taiwanischen Hersteller Abit Computer. Außerdem würden Rechner mit dem System zu teuer.

Die meisten im Markt befindlichen PCs werden traditionell mit Luft gekühlt. Wasserkühlsysteme sind derzeit noch die Domäne von Bastlern. In Tests mit einem Laptop habe das Flüssigmetall rund 30 Prozent besser als eine Heat Pipe-Luftkühlung und 5 Prozent besser als eine Wasserkühlung abgeschnitten, sagte NanoCooler-Chef Mick Wilcox. Von den Effizienzvorteilen des Materials bleibt da nicht viel. Das Problem liegt darin, die Wärme aus dem Metall zu leiten, das die Hitze der Chips aufgenommen hat bevor es zurück zur Hitzequelle fließt. Letztlich benötigt man dafür wieder Lüfter. (lex)

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