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Forbes gibt Apple "guten Rat": Apple TV+ schließen

28.01.2020 | 14:15 Uhr | Peter Müller

Während Wall Street Apple für seine Services hoch bewertet, ist ein Forbes-Autor von einem bestimmten wenig begeistert.

Forbes-Autor John Koetsier hat für Apple einen guten oder wenigstens gut gemeinten Rat, den Cupertino wohl kaum annehmen wird: Apple TV+ zu schließen. Koetsier sähe die angeblich mehr als 6 Milliarden US-Dollar, die Apple ausgegeben hat, besser investiert, man könnte doch Sonos kaufen und den Homepod mit dessen Expertise verbessern.

Apple schätze er sehr für seine Hardware, sehe es aber nicht als Media-Powerhouse. Was in Sachen Musik noch funktioniert habe, klappe nun nicht: Apple war praktisch der Erste mit einem vernünftigen Vertriebsmodell für digitalisierte Musik, gerierte sich aber nicht als Plattenfirma. Das ist nun anders, Apple ist aber nicht mehr das erste Unternehmen mit der Idee von gestreamten Inhalten, sondern gefühlt das 25ste.

Die paar wenigen Serien, die Apple bringe, könnten in keiner Weise gegen das umfassende Angebot von Netflix und nun auch Disney+ ankommen, außerdem seien sie schlecht – Koetsier fand keinen Gefallen an "See", was aber sein einziges Beispiel bleibt – und Apple TV (Gerät und App) sei ein Sicherheitsrisiko: Jeder könne erfahren, was man denn so anschaue, schalte man Settopbox und Fernseher ein. Nun ja, wenn man sonst keine Argumente hat …

Uns erinnert das ein wenig an die Antwort von Michael Dell im Jahr 1997 auf die Frage, was er denn anstelle des zu Apple zurück gekehrten Steve Jobs machen würde: "Den Laden schließen und den Aktionären ihr Geld zurück geben". An den Rat hat sich Apple glücklicherweise nicht gehalten und wenn es auch noch offen ist, wie erfolgreich Apple TV+ wird, wird es auch diesmal nicht auf derartige Vorschläge hören. Zumal Apple ein etwas anderes Geschäftsmodell als Netflix und Disney verfolgt: Die Services sollen zwar Wachstum generieren, das Kerngeschäft bleibt aber die Hardware.

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