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Forscher: Gewalthaltige Computerspiele stumpfen ab

31.07.2006 | 15:38 Uhr | Thomas Hartmann

Erst spielen, dann gucken – so untersuchten Psychologen der Iowa State University die Wirkung von aggressiven Computerspiele auf ihre studentischen Probanden.

WĂ€hrend moderne Computerspiele nach Ansicht des Trendforschers Matthias Horx «die kognitiven FĂ€higkeiten, die wir in der Arbeits- und Wissenswelt des 21. Jahrhundert brauchen» schulen ( Macwelt.de berichtete ), sehen amerikanische Psychologen die Gefahr sinkender SensibilitĂ€t fĂŒr reale Gewalt nach dem Konsum gewalthaltiger Computerspiele. Zu diesem Resultat kamen die Forscher, nachdem sie 124 mĂ€nnliche und 133 weibliche Probanden nach einer Zufallauswahl 20 Minuten lang mit "harten" sowie gewaltfreien Computerspielen konfrontierten. Anschließend zeigten die Wissenschaftler den Probanden ein zehnminĂŒtiges Video mit Polizeibildern, Szenen aus GerichtsĂ€len, Schießereien und KĂ€mpfen. Dabei maßen sie den Herzschlag und die Stressreaktionen auf der Haut. Ergebnis: Die Bilder mit realer Gewalt fĂŒhrten bei den Testpersonen nach den Spielen mit aggressiven Darstellungen zu deutlich geringeren Reaktionen als bei den Probanden, die ein "harmloses" Spiel vorgesetzt bekamen. Die Gewaltvideospiele fĂŒhrten demzufolge dazu, dass sich die Nutzer an GewalttĂ€tigkeit gewöhnten und daher weniger auf solche Bilder reagierten, erklĂ€rte der Leiter der Untersuchung Nicholas Carnagey.

Info: The effect of video game violence on physiological desensitization to real-life violence (Zusammenfassung)

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