2232150

Forscher warnen: Higgs-Feld könnte kollabieren

03.11.2016 | 14:42 Uhr |

Hat das Universum eine Art von Selbstzerstörungsmechanismus? Das Higgs-Feld ist möglicherweise nicht ausreichend stabil.

Der Kandidat, dessen Namen wir hier nicht nennen wollen, meint, dass nur er die Welt oder zumindest die der weißen Mittel- und Unterschicht der USA vor dem Untergang bewahren könnte. Vielleicht ist aber das Gegenteil richtig: Nur der Weltuntergang kann die weiße Mittel- und Unterschicht in den USA vor dem Kandidaten bewahren...

Keine Sorge, auch wenn einige Physiker mittlerweile glauben, dass der Weltuntergang jederzeit eintreten könnte, wird das kaum vor dem 8. November der Fall sein. Und falls doch, braucht sich die Menschheit (nicht nur die weiße Mittel- und Unterschicht in den USA)  keine Sorgen machen, denn wir werden davon nichts mitbekommen - von einem Moment zum anderen würde die uns bekannte Materie in einen völlig neuen Zustand kondensieren, alle Elemente, woraus die materielle Welt und wir bestehen, zerfiele umgehend zu extrem heißen und dichten Wasserstoff. Dieser Zusammenbruch des Quantenvakuums geschähe mit Lichtgeschwindigkeit und würde sich gleichzeitig in alle Raumrichtungen ausbreiten. Eine solche Möglichkeit beschrieben Theoretiker der Syddansk Universitet in Odense bereits vor gut drei Jahren im Journal of High Energy Physics .

Das Szenario existiert nur in der Theorie und hängt mit dem seltsamen Teilchen zusammen, das Forscher 2012 - 50 Jahre nach dessen theoretischer Vorhersage - tatsächlich am Large Hadron Collider (LHC) des Kernforschungsinstituts CERN in Genf gefunden haben: Das Higgs-Boson. Jenes etwa 126 GeV schwere Partikel ("God damn particle" und eben nicht "Gottesteilchen") ist die Manifestation eines allumfassenden Quantenfeldes, des Higgs-Feldes. Dieses verleiht Teilchen erst ihre Masse und ist nach Ansicht etwa des Kosmologen Stephen Hawking instabil. Das bedeutet: Wird das Higgs-Feld mit zusätzlicher Energie angeregt, könnte es ein Energieniveau erreichen, von dem aus es zu einem anderen, niedrigeren Niveau zurück fiele – ähnlich einem Wagen, der in einer Mulde einer Achterbahn gefangen ist, aber über den nächsten Hügel geschoben wird, um von dort weit nach unten zu rasen.

Von einer Potentialmulde raus und in die nächste runter: Wilde Maus bei der Arbeit
Vergrößern Von einer Potentialmulde raus und in die nächste runter: Wilde Maus bei der Arbeit

Das Universum auf Achterbahnfahrt

Nur geschähe dieser Zusammenbruch des Quantenvakuums nicht mit dem gemächlichen Tempo der "Wilden Maus", sondern eben mit der wichtigsten Konstante des Universums: Der Lichtgeschwindigkeit. Das zerbröselnde Higgsfeld würde alle Materie mit sich reißen, in den neuen, tieferen Energiezustand. Das Brodeln dieses Zustands gliche nach Ansicht der Forscher demjenigen, den wir als Urknall kennen. Der Zerfall könnte also bereits in einem Universum vor unserer Zeit passiert sein...

Wie lange nun aber das Higgs-Feld braucht, um aus seinem metastabilen Zustand sich über die entsprechende Potentialschwelle anregen zu lassen, ist vollkommen unsicher. Braucht es dazu einfach nur Zeit und wie viel verbleibt dem Universum davon noch? Genügt eine Anregung, wie eine der Kollisionen im LHC, in deren Folge sich das Higgs-Boson nachweisen ließ, nur bei etwas höherer Energie? Oder hat das Higgs-Boson einen supersymmetrischen und noch unentdeckten Partner, der eine derartige Instabilität unmöglich machen würde? Es ist also keinesfalls so, dass Physiker einen Selbstzerstörungsknopf im Universum gefunden hätten .

Am 20. Januar 2017 kommen die existenten Selbstzerstörungsknöpfe der menschlichen Zivilisation in Washington D.C. in neue Verantwortung. Wir wollen hoffen, dass niemand an die Codes der dem US-Präsidenten unterstellten gelangt, der nicht verantwortungsvoll davon die Finger lässt. Sonst wäre der Zusammenbruch des Quantenvakuums am Ende noch die attraktivere Perspektive...

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

2232150