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Forschung: Instagram verursacht Depressionen bei Teenagern

15.09.2021 | 12:50 Uhr | Thomas Hartmann

Laut internen Dokumenten weiß Facebook über die schädliche Wirkung von Instagram vor allem auf junge Leute Bescheid.

Facebook selbst hat interne Erkenntnisse aufgrund von extern in Auftrag gegebenen Forschungen, dass Instagram für einen bedeutenden Teil der jungen User vor allem als schädlich betrachtet wird. Dies berichtet Heise.de im Anschluss an einen Artikel des Wall Street Journals  (frei zugänglich nur für Abonnenten).

Dies liege vor allem daran, dass auf Instagram das eigene Aussehen und die möglichst besten Momente des Lebens im Vordergrund stehen. Die sozialen Vergleiche, die dazu führen, den eigenen Selbstwert anhand von Attraktivität, Reichtum und Erfolg anderer zu bestimmen, können in der Folge demnach Angstzustände und Depressionen und sogar suizidale Gedanken verursachen. Diese Erkenntnisse beziehen sich speziell auf Instagram, wogegen bei Tiktok mehr Auftritte, bei Snapchat lustige Filter zur Verfremdung des Gesichts im Vordergrund stünden.

Die Einsicht in die internen Unterlagen will das Wall Street Journal über einen anonymen Whistleblower bei Facebook erhalten haben, heißt es in dem Artikel weiter. Demnach gebe es bei Facebook Sonderregeln für Millionen Prominente.

Während Mark Zuckerberg offiziell behauptet, Apps wie Instagram könnten sich sogar positiv auf das Wohlbefinden auswirken, dürften diese Berichte über die tendenziell negativen Folgen für Jugendliche nun für Ärger und Aufregung bei dem Social-Network-Konzern sorgen. Dennoch wird dort offenbar sogar an einem ”Instagram für Kinder” gearbeitet, wogegen es bereits erhebliche Proteste durch Justizministerinnen und Justizminister gegeben habe.

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