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Forschung und Entwicklung: Apple investiert in China

17.08.2016 | 10:29 Uhr |

Apple hat langfristige Strategien mit China. Tim Cook nutzt seine aktuelle Reise, um ein Zentrum für Forschung und Entwicklung anzukündigen.

Apple-CEO Tim Cook ist dieser Tage zum neunten Mal in China unterwegs und hat auf seiner Geschäftsreise weitere Investitionen Apples angekündigt. So soll in China Apples erstes Forschungs- und Entwicklungszentrum im asiatisch-pazifischen Raum entstehen, bis Ende des Jahres soll es fertig sein. Die neue Niederlassung soll alle Ingenieursteams in China an einem Ort zusammenziehen und die Partnerschaften mit Universitäten und Unternehmen des Landes vertiefen helfen.

In China hatte Apple zuletzt mit Schwierigkeiten zu kämpfen, das einst starke Wachstum hatte sich in der ersten Jahreshälfte in eine Schrumpfung verwandelt: Im Juni-Quartal gingen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel zurück. China bleibt dennoch nach den USA der zweitwichtigste Markt. Apple macht aber nicht nur eine gewisse Marktsättigung zu schaffen, vor allem die lokale Konkurrenz mit ihren erschwinglicheren Smartphones knappst dem iPhone-Hersteller Marktanteil ab. Gleichwohl sieht Apple-CEO Tim Cook weiterhin beste Wachstumschancen im bevölkerungsreichsten Land der Erde, wie er in einem ausführlichen Interview der Washington Post darlegte . Cupertinos Engagement ist langfristig angelegt, in den letzten fünf Jahren konnte Apple vor allem seine Retailpräsenz stark ausbauen, von vier eigenen Stores Ende 2011 bis zu den 41, die Apple heute betreibt.

Auch auf anderen Gebieten spürte der iPhone-Hersteller zuletzt Gegenwind, so gingen in China zuletzt einige Patent- und Markenklagen verloren , Regulatoren erwirkten die Schließung des iBookstores und des Videoverkaufs über iTunes . Apple zeigt sich dennoch an ausgeweiteten Beziehungen zu China interessiert, im Sommer investierte Cupertino in den Uber-Konkurrenten Didi Chuxing eine Milliarde US-Dollar.

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