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Foxconn will mit Apple eine Fabrik in USA bauen

23.01.2017 | 13:56 Uhr |

Ein Joint Venture mit Apple wäre eine gute Alternative für Foxconn, um mehr iPhones in den USA zu produzieren.

Apples Zulieferer Foxconn denkt über eine Investition in den USA nach . Für rund 7 Milliarden US-Dollar könnte der Konzern eine Fabrik in Pennsylvania errichten, die LC-Displays herstellt und weiter verteilt. Auch Apple solle angeblich als Hauptbegünstigter der Produktion in den Bau der Fabrik investieren wollen. Zu einer Stellungnahme war Cupertino bisher nicht bereit. Bekannt gemacht hat den Plan Foxconns Chairman Terry Gou bei einer Pressekonferenz in Taipeh. Die neue Anlage soll bis zu 50.000 Jobs schaffen.

Nach Auffassung von Gou kann sich die Produktion von Displays in den USA gar auszahlen, denn die Bildschirme werden immer größer und immer mehr davon müssen produziert werden. Somit kann man die gesteigerten Produktionskosten mit den gesparten Logistikkosten für den Transport aus China in die USA ausgleichen. Das mögliche Joint Venture mit Apple ist nicht die einzige Produktionsstätte, die Foxconn in den USA plant. Laut Gou will das Unternehmen auch eine Gussfertigung in Pennsylvania starten. Die Foxconn Tochter Smart Technologies könnte von Kanada ebenfalls in die USA umziehen. Grund dafür sind die Andeutungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Trump will die Bedingungen des North American Free Trade Agreement ändern und Unternehmen davon abhalten, Produktionsstätten in den Nachbarländern oder in Fernost zu bauen, wo die Kosten meist sehr viel niedriger sind. Trump will durch diese Maßnahmen Arbeitsplätze in den USA schaffen und erhalten. Wer im Ausland produziert, muss in Zukunft möglicherweise mit Strafzöllen rechnen.

Gou sieht den neuen US-amerikanischen Protektionismus als „unausweichlich“. Der Foxconn-Vorstandsvorsitzende stellt jedoch in Frage, ob US-Kunden für vergleichbare Qualität tatsächlich einen sehr viel höheren Preis zahlen werden.

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