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Frankreich will auch eine iPhone-Backdoor

03.03.2016 | 11:13 Uhr |

Ginge es nach einem französischen Abgeordneten, sollten Apple und Google mindestens eine Million Euro Strafe für fehlende Backdoors in ihren Betriebssystemen zahlen müssen.

Der französische Abgeordnete Yann Galut hat am Montag im Parlament eine Änderung der aktuellen Gesetzgebung vorgeschlagen. Demnach sollen ausländischen Firmen – hier sind vor allem  Apple und Google im Visier – bis zu einer Million Euro Strafe zahlen, wenn sie die französischen Behörden bei den Ermittlungen behindern. Dies hat er in einem Interview der Zeitung Le Parisien erklärt . Eine Behinderung für die Behörden erkennt Galut in der starken Verschlüsselung der modernen Smarphones. In Frankreich gab es 2015 acht Fälle, wobei iPhones involviert waren und die Ermittler an die Daten nicht gekommen sind. Bisher fiel der Vorschlag von Galut nur auf einer parlamentarischen Sitzung, wann die Abgeordneten dazu abstimmen werden, ist noch nicht absehbar.

Während der Streit zwischen Apple und FBI in den USA momentan noch auf Ebene der Exekutive und Judikative geführt wird, haben die Abgeordneten in Großbritannien bereits letztes Jahr eine gesetzliche Initiative zu der legalen Backdoor gestartet . In einem Entwurf zu dem neuen Vorratsdatenspeicherungsgesetz ist eine Möglichkeit der Backdoor quasi festgeschrieben. Momentan ist aber der Entwurf noch nicht verabschiedet, sondern befindet sich in der Evaluierungs-Phase in den diversen Komitees des Parlaments.

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