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Frust (nicht nur) mit Catalina: Entwickler verlässt Mac App Store

24.10.2019 | 11:08 Uhr | Peter Müller

Vier Tage zwischen Golden Master und finaler Veröffentlichung? Der Zeitplan für Catalina war mindestens sportlich.

Der Mac App Store schreibt keine so große Erfolgsstory wie sein Pendant unter iOS und iPadOS. Der Grund: Während Apps auf Mobilgeräten sich an sich nur über Apples Angebot beziehen und installieren lassen, ist der App Store für den Mac nur einer unter vielen. Im letzten Jahr hat er mit macOS 10.14 Mojave ein neues Design bekommen, das dem des iOS-App-Stores gleicht, viele weit verbreitete sind nun endlich (wieder) im Mac App Store erhältlich, etwa Office 365, BBEdit und Teile der Creative Cloud von Adobe.

Aber immer wieder kehren Softwarehersteller den Rücken, zuletzt ExactCode mit seiner Lösung für das papierlose mobile Büro ExactScan. Aus Sicht des Entwicklers hat der Mac App Store einige Unzulänglichkeiten. So könne man etwa für Updates kein Geld verlangen und eine jede Aktualisierung der App führe zu Dramen. Die "Apple-Steuer" von 30 Prozent ist ExactCode auch zu hoch, wie das Unternehmen auf seiner Website erklärt - nur bei Abos verlangt Apple ab dem zweiten Jahr nur 15 Prozent Gebühr.

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ExactCode hat nun alternative Vertriebsmethoden und ist nicht auf den Mac App Store angewiesen, ein Teil der Kritik geht aber an den Realitäten vorbei. In der Tat können Anbieter für Updates einmal voll bezahlter Anwendungen keine weitere Gebühren mehr verlangen, sie müssten eine neue App in das Angebot stellen. Doch ermutigt Apple schon länger Entwickler, auf Abo-Modelle umzusteigen, dies beschert regelmäßige Einnahmen, welche die Weiterentwicklung einer Anwendungen oder eines Services finanzieren. Warum dies keine Alternative sei, erklärt der enttäuschte Entwickler nicht im Detail : Man sei "kein Fan" von solchen Modellen.

Gegenüber iMore nennt ExactCode aber den Grund , der das Fass zum Überlaufen gebracht hätte: macOS 10.15 Catalina. Damit seien viele Inkompatibilitäten verbunden gewesen und Apple habe den Eindruck erweckt, die Fehler nur zögerlich anzugehen, bevor es mit Updates weitere Fehler produziere. Gestört habe konkret, dass die Entwickler der App zwischen Veröffentlichung des Golden Master und dem Final Release nur vier Tage Zeit gehabt hätte, alle Probleme aufzuspüren und ihre Software anzupassen. Das sei wenig professionell.

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