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Fünf Gründe gegen das neue Macbook Pro

02.11.2016 | 16:10 Uhr |

So groß war die Vorfreude auf die Keynote letzte Woche, so stark war die Enttäuschung danach.

Während sich der Kollege Wiesend auf die kommenden Macbooks freut und Gründe für die neuen Geräte auflistet, treten wir den Neuerungen eher skeptisch gegenüber.

Die Zukunft ist zu früh da

Apple ist ja dafür bekannt, dass das Unternehmen neue Standards im Markt durchsetzt und mit eigenen Produkten als Beispiel dient. "Das war mit Thunderbolt 3 damals auch nicht anders", werden wir wohl in zwei Jahren schreiben. Momentan ist das neue Macbook Pro natürlich zukunftssicher, aber leider nicht praxistauglich. Wer beim täglichen Brotverdienst seine gewohnten Peripherie-Geräte verwenden will, sieht sich vor dem Problem, diese Geräte mit dem neuen Macbook zu verbinden. Selbst das Apple-eigene neueste iPhone 7 braucht einen Adapter ! Sämtliche SD-Karten, USB-Peripherie, DisplayPort, von den CDs und DVDs ganz zu schweigen, sind plötzlich veraltet. Das heißt, wer in das neue Macbook investieren will, muss zum Gerätepreis noch Kosten für die Peripherie addieren, zumindest mehrere Adapter oder Sammel-Docks sollten drin sein.

MagSafe ist Geschichte

Der kleine Magnet im Ladekabel gehört zu diesen genialen kleinen Dingen, in denen keine Hochtechnologie steckt, die aber das Leben eines Nutzers immens erleichtern. Mit MagSafe konnte man das Lade-Kabel blind einstecken (OK, das kann man mit USB-C-Anschlüssen auch), er bot jedoch zusätzlichen Halt und Schutz bei unvorsichtigen Bewegungen. Mit Thunderbolt 3 benötigt man keine dezidierte Lade-Buchse, so ist leider die praktische MagSafe-Sicherung entfallen.

Arbeitsspeicher mit 32 GB RAM

So manch einer Entwickler oder Designer hat vor der Keynote erwartet, Apple würde nicht nur die Speicher-Optionen an die eigene Mobil-Sparte anpassen, sondern auch bei den mobilen Macs eine Option für mehr als 16 GB Arbeitsspeicher anbieten. Dieser ist in manchen Bereichen wie Virtualisierung fast schon wichtiger als eine dezidierte Grafikkarte. Konsequenterweise hat Apple seine Produktlinie mit Speichergrößen ab 256 GB SSD und aufwärts ausgestattet. Wer aber  in mehr RAM investieren will, wird nach wie vor auf die Desktop-Variante von iMac mit 27 Zoll Bildschirmdiagonale oder auf den Mac Pro verwiesen.

Die Touch Bar nur eine Spielerei?

Ob sich die neue Bedienungsoption bei den Nutzern durchsetzt, ist ganz stark von den Dritt-Entwicklern abhängig. Ganz klar wird Apple bei eigenen Programmen so viel wie möglich an Zusatzoptionen auf die neue Leiste verlagern. Für die externen Entwickler könnte der Spagat schwierig werden. Dürfen sie doch gleichzeitig die Nutzer der älteren Modelle und Desktops nicht vergraulen und sollen für die Macbook-Pro-Käufer der ersten Stunde interessante Gimmicks auf der Touch Bar zu bieten, so dass diese die neue Option auch nutzen.

Schmetterlings-Tastatur

Wer eher zu der schreibenden Sparte gehört und ordentlich in die Tasten hauen will, muss sich bei den neuen Macs umgewöhnen. Apple hat vom Macbook auch in die Pro-Reihe die neuen Tasten übernommen – diese fallen deutlich flacher aus und dank dem Scheren-Mechanismus liefern sie einen leichteren Feedback als die herkömmlichen Mac-Tasten. Zumindest das Tastatur-Layout ist ähnlich wie bei den Vorgängern geblieben und musste nicht so stark schrumpfen wie beim Macbook.

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