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Für Siri-Beschwerden: Apple stellt Analysten ein

05.03.2019 | 14:30 Uhr |

Apple will Kundenbeschwerden über Siri ernster nehmen und sucht nach einer neuen Arbeitskraft. Wer sich auf die Stelle als "Siri-Enginieering Program Manager" bewirbt, sollte vor allem gut mit Stress umgehen können, denn die Vollzeitstelle ist nicht ohne.

Ganz heimlich, still und leise hat Apple Anfang März eine neue Stelle auf seiner Webseite veröffentlicht. Gesucht wird ein neuer Siri-Engineering Program Manager, der Apples Führungskräfte in Cupertino dabei unterstützen soll, Lösungen für die Kundenbeschwerden über Siri zu finden.

Aufgabe des neuen Siri-Managers wird es sein, öffentliche Kommentare bezüglich der Siri-Probleme zu sammeln und gemeinsam mit den verantwortlichen Ingenieuren Lösungswege zu entwickeln. Darüber hinaus sollen "Social Media, Nachrichtenmedien und andere Quellen für das Produktfeedback zu technischen Problemen" analysiert werden. Aufgrund dieser Berichte wird es letztendlich entweder zu Änderungen bei Apples Sprachassistenten führen oder aber die Marketing- und Wissensdatenbank aktualisiert.

Probleme mit Siri sollen schneller identifiziert werden

Dass Apple solche Maßnahmen ergreift, deutet laut Venturebeat nicht nur darauf hin, dass sich Apple aktiver für die Behebung von Kundenproblemen einsetzen möchte, sondern auch dass der eigentliche Siri-Chef derzeit mit anderen Projekten ausgelastet ist. Eigentlich wäre der britische Informatiker John Giannandrea seit seiner Anstellung als Senior Vice President Machine Learning and AI Strategy im Jahr 2018 für solche Aufgaben zuständig.

Wer den Job haben möchte, sollte neben entsprechender Arbeitserfahrung und Kenntnissen in Analyse-Tools (wie Sprinklr und Meltwater) nicht nur mindestens einen Bachelor-Abschluss (Master-Abschluss wird von Apple lieber gesehen) auf ähnlichem Gebiet mitbringen, sondern auch immun gegenüber Stress sein: "Schnell anwendbare Lösungen" möchte Apple für Siri-Probleme sehen, welche "viral werden oder anderweitig tendenziell auftreten".

Kein Wunder, dass Apple besonderen Wert auf den letzten Punkt legt. Erst vor kurzem hatten Nutzer mit einem FaceTime-Bug zu kämpfen . Dieser wurde zwar frühzeitig an Apple kommuniziert wurde, eine zeitnahe Reaktion von Apple blieb jedoch aus. Bleibt nur zu hoffen, dass zukünftig genau solche peinlichen Fehler durch den neuen Siri-Manager vermieden werden können.

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