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Für "Smombies": Drittes Auge soll Handynutzer im Straßenverkehr schützen

07.06.2021 | 15:24 Uhr | Denise Bergert

Die Erfindung eines südkoreanischen Designers könnte Unfälle durch Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr verhindern.

Der südkoreanische Industrie-Designer Paeng Min-wook hat eine satirische Lösung für sogenannte Smartphone-Zombies entwickelt. Menschen, die selbst beim Spaziergang oder bei Besorgungen in der Stadt ihre Augen nicht von ihrem Smartphone abwenden können, werden häufig in Unfälle verwickelt, da sie weniger auf andere Fußgänger, Fahrzeuge oder Hindernisse achten. Damit sie künftig sicherer unterwegs sind, hat Paeng Min-wook ein drittes Auge entwickelt.

Der robotische Augapfel wird mit einem Gummiband an der Stirn befestigt und beobachtet die Umgebung, während der Nutzer weiter unbeschwert auf sein Smartphone-Display schauen kann. Das dritte Auge öffnet sein durchsichtiges Augenlid immer dann, wenn sein Träger den Kopf nach unten neigt, um auf sein Handy zu blicken. Nähert sich der Nutzer einem Hindernis auf ein bis zwei Meter, stößt das dritte Auge einen Warnton aus, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen.

Laut Paeng Min-wook ist seine Erfindung eine Zukunftsvision. Da die Menschen ihren Blick nicht mehr vom Smartphone-Bildschirm lösen können, werden sie künftig ein drittes Auge benötigen, erklärt der 28-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters . Das dritte Auge benutzt einen Gyro-Sensor um die Kopfposition zu erkennen und einen Ultraschall-Sensor, der Hindernisse wahrnimmt. Beide Sensoren hängen an einem Open-Soure-Bord, das mit einem Akku-Pack betrieben wird. Als wirkliche Lösung für Unfälle ist das dritte Auge jedoch nicht gedacht. Paeng Min-wook will Menschen mit seiner satirischen Erfindung auf ihre mögliche Smartphone-Sucht aufmerksam machen.

 
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