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Für wen sich jetzt noch ein Macbook Pro 16'' lohnt – und wer warten sollte

08.07.2021 | 08:30 Uhr | Stephan Wiesend

Das Macbook ist tot, es lebe das Macbook: Die neuen Macbook Pro 14 und 16-Zoll noch gar nicht erschienen, trotzdem kann man eigentlich vom Kauf eines Intel-Macbook Pro nur abraten.

Für Computerkäufe gibt es eine kluge Regel, die wir in der Macwelt schon oft vertreten haben: Man sollte immer das Gerät kaufen, dass man gerade braucht. Benötigt man privat oder für seine Arbeit ein schnelles und leistungsfähiges Macbook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm, warum sollte man auf ein neues Modell zu warten, das noch niemand gesehen hat? Das gerade noch als schnellstes Macbook der Welt gefeierte Gerät wird dadurch ja nicht automatisch langsamer.

Trotzdem haben wir den Eindruck, dass man in diesem Sommer kein weniger empfehlenswertes Gerät als ein 16-Zoll-Macbook kaufen kann. Der Grund: Die neuen ARM-Notebooks haben sich als wirkliche Revolution erwiesen. Macbook Air und Macbook Pro 13-Zoll lassen ihre alten Intel-Vorgänger völlig veraltet wirken. Dabei handelt es sich bei Ihnen erst um Apples Einsteigergeräte in der Notebook-Linie mit kleinen Bildschirmen und wenig Schnittstellen.

Intel-Macbooks kaum noch nachgefragt

So werden auch die Intel-Vormodellen in Apples Refurbished-Store fast schon verramscht . Diese Deklassierung wird mit Sicherheit auch das Macbook Pro 16-Zoll ereilen, wenn der Nachfolger erscheint – und dessen Nutzer Ihnen von den tollen Eigenschaften des neuen Top-Macbooks vorschwärmen werden. Wir sind uns sicher, dass das kommende Modell nicht nur schneller sein wird, es wird eine längere Akkulaufzeit bieten und deutlich leiser sein. Und es bleibt doch mittlerweile nicht nur bei der Hardware. Apple hat schon angekündigt, dass das kommende Betriebssystem einige Funktionen nur noch unter Apple Silicon bieten wird: Angefangen von Siri bis zu Sicherheitsfunktionen. Warum sich also für die nächsten drei oder fünf Abschreibungsjahren an ein Intel-Gerät binden, das beim Kauf schon veraltet ist und rapide an Wert verliert? Der Erscheinungstermin ist zwar unbekannt, laut Bloomberg sollen sie aber noch im Sommer kommen, also in wenigen Wochen.

Wir empfehlen, das neue Apple-Silicon-Modell zu wählen – außer:

  • Sie nutzen es beruflich und wichtige Anwendungen laufen nur unter Windows. Das wird aber auf der ARM-Plattform nur unzureichend unterstützt.

  • Sie wollen aktuelle PC-Games spielen, vielleicht auch per Bootcamp

  • Ihr altes Macbook Pro 15'' ist defekt, sie brauchen Ersatz und ein 13-Zoll-Macbook oder Macbook Air ist zu klein oder zu wenig leistungsfähig.

  • Sie sind sparsam und warten, bis es das 16-Zoll als Auslaufmodell zum Schnäppchenpreis gibt.

Was wird das neue Modell bieten?

Angeblich gibt es 14- und 16-Zoll-Versionen mit schnelleren M1X-Chips, HDMI, SD-Card-Slot und angeblich auch Mini-LED-Displays , also wohl wie beim iPad Pro 12,9 auch HDR-Unterstützung. Der Preis wird sich aber wohl an den Macbook Pro 13-Zoll mit vier Thunderbolt-Schnittstellen und dem Macbook Pro 16-Zoll orientieren – also knapp 2000 Euro für das 14-Zoll und 2300 für das 16-Zoll-Modell.

Gibt es Alternativen?

Nicht jeder kann aber unbegrenzt warten. Natürlich können Sie einfach ein Intel-Macbook kaufen und beim Erscheinen des neuen Modells wieder verkaufen – müssen aber mit einem ähnlich hohen Wertverlust rechnen. Eine Lösung gibt es in diesem Dilemma nicht, wir würden aber in diesem Fall sogar eine ungewöhnliche Alternative vorschlagen: Sie brauchen sofort ein Notebook? Dann könnten Sie überlegen, ein Intel-Modell für einige Monate zu mieten, etwa bei Saturn .

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