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Gates, Obama, Musk, Apple: 3 Jahre Haft für Twitter-Hacker

17.03.2021 | 09:37 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Gates, Obama, Musk und Apple warben im Sommer 2020 für Investments in Bitcoin. Ein fieser Betrugsversuch. Der Haupttäter geht nun für drei Jahre ins Gefängnis.

Der Hauptverantwortliche für den berühmten Twitter-Hack von Sommer 2020 muss für drei Jahre in das Gefängnis. Der Täter war zur Tatzeit 17 Jahre alt und bekommt deshalb eine Strafe nach dem Jugendstrafrecht, wie Bleeping Computer berichtet .

Der Täter ist mittlerweile 18 Jahre alt. Der Täter legte ein Geständnis ab und akzeptierte die drei Jahre Haft nach dem Jugendstrafrecht. Nach Ablauf der drei Jahre Haft muss der junge Mann noch drei Jahre Bewährungszeit überstehen.

Der Hackerangriff auf prominente Twitterkonten sorgte im Juli 2020 für Aufsehen. Plötzlich tauchten auf Twitter Tweets von Barack Obama, Elon Musk, Bill Gates und von Unternehmen wie Apple auf, die dazu aufriefen, Bitcoins an ein bestimmtes Konto zu schicken. Diese Bitcoins würden angelegt und dann mit 100 Prozent Rendite zurückgezahlt. Bitcoins im damaligen Wert von rund 120.000 US-Dollar nahm der jugendliche Betrüger damit ein, wie Bleeping Computer schreibt .

Tatsächlich stammten die Tweets von den Twitterkonten besagter Prominenter, nur waren sie eben nicht von diesen verfasst worden. Sondern der jetzt Verurteilte hatte sich Zugang zu den Twitterkonten verschafft und darüber seine Tweets abgeschickt. Die Zugangsdaten hatte sich der Täter, der als Hauptverantwortlicher dieses Hackerangriffs gilt, von Twittermitarbeitern verschafft. Twitter führte danach neue Sicherheitsmaßnahmen ein, um eine Wiederholung dieses Vorfalls zu verhindern. Das Twitterkonto des damaligen US-Präsidenten Donald Trump war zusätzlich abgesichert und konnte deshalb nicht gekapert werden.

Die Polizei nahm den Täter bereits wenige Tage nach der Tat fest. Dadurch, dass er jetzt mit der Staatsanwaltschaft kooperiert, entgeht der Täter einer Verurteilung nach dem Erwachsenenstrafrecht und dementsprechend einer deutlich längeren Haftstrafe. Die bei dem Betrug eingenommenen Bitcoins übergab der Täter den Strafverfolgungsbehörden.

Neben diesem Hauptverantwortlichen ermitteln die Behörden noch gegen zwei weitere Verdächtige.

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