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Geheimnis aufgedeckt: Homepod Mini hat inaktiven Temperaturfühler

22.03.2021 | 13:45 Uhr | Peter Müller

Überraschung beim Homepod Mini: Der kleine smarte Lautsprecher könnte zusätzliche Fähigkeiten gewinnen. Die Sensorik ist vorhanden.

Was der Homepod Mini hat und der Homepd nicht: den U1-Chip. Und vor allem eine Zukunft. Denn den großen Homepod von 2017 hat Apple eingestellt und verkauft nur noch die Restbestände. Es sieht auch nicht danach aus, dass ein Homepod 2 mit U1-Chip das bisherige Modell ablösen würde, Apple setzt offenbar alles auf den Homepod Mini.

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Und dieser hat offenbar weiteres Potential, das Apple ausschöpfen könnte. Denn nicht nur der Ultraweitband-Chip U1, der etwa die Orientierung im Raum von anderen U1-Geräten (iPhone 11 und neuer) ermittelt, ist dem Homepod Mini gegenüber dem eingestellten großen Modell exklusiv vorbehalten, sondern zwei weitere Sensoren.

Wie Marc Gurman für Bloomberg berichtet und iFixit per Teardown bestätigen kann, ist im Homepod Mini noch ein Temperaturfühler und ein Feuchtigkeitsmesser eingebaut. Diese Sensoren scheinen jedoch inaktiv zu sein, zumindest melden sie keine Daten an die Home-App des verknüpften iPhones. Mit einem Firmwareupdate könnte Apple aber laut der Spekulationen die Sensoren aktivieren und den Homepod Mini zu einer Wetterstation für Innenräume ausbauen.

Homepod Mini könnte zur Wetterstation werden

Dies könnte dabei helfen, um bestimmte Aktionen der Smart-Home-Steuerung auszulösen, etwa die Heizung beim Unterschreiten einer definierten Temperatur einzuschalten oder Lüfter zu aktivieren, wenn es zu warm im Raum wird. Wetterstationen von Drittherstellern würden so überflüssig. Amazons Echo-Lautsprecher haben bereits Temperatursensoren verbaut, die Alphabet-Tochter Nest verkauft Temperaturfühler für das Smart Home.

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Ein wenig erinnert die Angelegenheit auch an den "Mezzanine-Slot" des Ur-iMacs aus dem Jahre 1998 . Der All-in-one verzichtete bekanntlich radikal auf zuvor von Apple verwendete Schnittstellen wie ADB oder SCSI und bot nur noch USB und Ethernet an. Der ursprünglich zu internen Diagnosezwecken verbaute Slot auf der Hauptplatine regte aber Dritthersteller an, daran SCSI-Buchsen und anderes anzuschließen, was Apple aber ausdrücklich untersagt hatte. Schon bei der ersten wesentlichen Revision des iMac war der Mezzanine dann verschwunden.

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