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Gemini 2 mit Live-Überwachung von Duplikaten

12.02.2021 | 10:30 Uhr | Thomas Hartmann

Schon seit Jahren ist Gemini 2 ein gutes Tool, um Duplikate auf der Festplatte zu erkennen und zu entfernen. Nun sind einige praktische Funktionen dazugekommen.

Gemini 2 von Entwickler Macpaw haben wir bereits 2016 ausführlich getestet . Das war damals Version 2.0.8, aktuell ist jetzt 2.8.4, wir haben es im Rahmen von Setapp  installiert. Vom Grundprinzip und auch am damals schon frisch und modern wirkenden Äußeren, der Benutzeroberfläche, hat sich wenig geändert. Deswegen können wir uns hier ganz auf die Neuerungen konzentrieren.

Gemini 2 testen

Fotos: Eigenes Album für Duplikate

Interessant ist einerseits das Verfahren, wie Gemini 2 Dubletten in Apples Programm Fotos findet. Diese werden ”ganz normal” im Ergebnisfenster dargestellt, man kann sie aber nicht direkt löschen, weil Apple diesen Zugriff nicht gestattet. Daher legt Gemini 2 geschickter Weise ein Album in Fotos an, das schlicht den Namen ”Gemini Duplikate” trägt. Dort werden die zum Löschen vorgesehenen doppelten oder fast identischen Bilder abgelegt, und dort kann man sie bequem löschen.

Ansonsten werden die Duplikate, die man nicht mehr benötigt, in den macOS-Papierkorb gelegt. Solange lassen sie sich auch jederzeit wiederherstellen. In den Voreinstellungen kann man ferner ein direktes Löschen veranlassen, doch Vorsicht – dann sind sie endgültig verloren. Hier sollte man sich schon sehr sicher sein, dass man sie nicht mehr benötigt.

Live-Monitor für Duplikate

Eine neue spannende Funktion der aktuellen Version von Gemini 2 ist die direkte Überwachung, ob und wo Duplikate eines Bildes oder Videos entstehen – dies kann man optional so einrichten, dann wird man fast unmittelbar gewarnt, wenn eine Dublette entsteht. Dies gilt für die überwachten Ordner übrigens auch für andere Dokumenttypen. Stichwort "überwachte Ordner" – standardmäßig ist der User-Ordner und das Verzeichnis mit den Bildern (inklusive der Fotos-Library) und der Musik als Voreinstellung gewählt. Es lassen sich auch andere hinzufügen, sogar Online-Verzeichnisse wie iCloud Drive. Auch dort spürt Gemini 2 dann Dubletten auf. In unserem Test gab es hier allerdings den ersten Absturz, sodass man bei der Suche wieder von vorn anfangen musste. Zum Glück geht die Suche recht flott, sodass man schnell wieder auf dem alten Stand ist.

Sichtet man die Duplikate, wird der jeweilige Pfad angezeigt. Manchmal ist es nicht einfach zu entscheiden, welche Version man nun löschen soll. Deswegen ist es gut, ein entferntes Foto noch für eine Weile im Papierkorb aufzubewahren, bevor man dort endgültig leert. Eine Alternative ist das Setzen eines sogenannten Hardlinks. Was das bedeutet und wie das funktioniert, erklärt der Entwickler für seine Software hier .

Meldung kommt nicht immer

Außerdem konstatieren wir, dass es mit dem Dubletten-Monitoring nicht in allen Ordnern immer klappt – manchmal reagiert Gemini 2 nicht zeitnah, wenn wir für den Test künstlich eine Datei verdoppeln. Möglicherweise ist es dann im Hintergrund noch mit anderen Vorgängen beschäftigt. Und mit der App Fotos von Apple klappt es schon gar nicht, das geht dann erst wieder im globalen Scan-Prozess. Schade, aber vermutlich liegt auch das an Restriktionen durch die Apple-Software.

Gemini 2: Flott, schick, nicht billig

Ansonsten beeindruckt uns immer wieder die Geschwindigkeit, die ansprechende Erscheinungsweise der Benutzeroberfläche und auch die weitgehende Zuverlässigkeit. Ein bisschen Luft nach oben ist noch. Aber Gemini 2 ist dazu ein sehr angenehmes Tool, das seinen Dienst bis auf die seltenen Abstürze ordentlich verrichtet, ohne weiter zu stören. Im Rahmen von Setapp versteht sich dessen Einsatz eigentlich fast automatisch, da ohnehin im Abo enthalten. Ansonsten zahlt man für eine Einzelplatzlizenz ab macOS 10.10 auf dem Mac 20 Euro   im Jahresabo oder einmalig 45 Euro, weitere Preisgestaltungen findet man ebenfalls auf der Website oder im Mac App Store . Mit einer Demoversion, die eingeschränkte Möglichkeiten bietet, kann man sich vorher selbst ein Bild machen.

Wenn man das Tool regelmäßig einsetzt und damit immer wieder viele Gigabyte freischaufeln oder unnötige Speicherplatzbelegung vermeiden kann, ist es das für einen den Preis vermutlich wert.

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