945184

Gericht stoppt Fusion von T-Online und Telekom

29.11.2005 | 10:00 Uhr |

Der Internetanbieter T-Online darf vorerst nicht in seinen Mutterkonzern Deutsche Telekom eingegliedert werden.

Das Landgericht Darmstadt wies am Dienstag einen Antrag von T-Online ab, die vergangenen April beschlossene Fusion beider Unternehmen sofort wirksam werden zu lassen. Wegen zahlreicher Anfechtungsklagen von KleinaktionÀren liegt der Verschmelzungsbeschluss der Hauptversammlung auf Eis.

Die AktionĂ€rsversammlung von T-Online, in der die Telekom den grĂ¶ĂŸten Teil der Stimmen hĂ€lt, hatte das Vorhaben mit 99-prozentiger Mehrheit gebilligt. Die Unternehmen wollen durch die Fusion schlagkrĂ€ftiger auf dem stark wachsenden Markt fĂŒr schnelle InternetanschlĂŒsse agieren. Nach ihrer EinschĂ€tzung kann es noch vier bis fĂŒnf Jahre dauern, bis ĂŒber die Klagen der KleinaktionĂ€re rechtskrĂ€ftig entschieden ist. Bis dahin seien die Marktanteile vergeben, argumentieren die Unternehmen.

Die KleinaktionĂ€re halten dagegen, T-Online habe auch als eigenstĂ€ndiges Unternehmen gute Entwicklungschancen. Sie befĂŒrchten, beim geplanten Umtausch ihrer T-Online- in Telekom-Aktien einen Großteil des ursprĂŒnglichen Kaufpreises ihrer Papiere einzubĂŒĂŸen.

Macwelt Marktplatz

945184