2633091

Gerichtsverfahren, M1 Max und neue Macs: Apple in 2021

22.12.2021 | 11:20 Uhr |

Im Jahr 2021 gelang Apple mit seinen schicken und schnellen Rechnern ein großer Wurf. Doch auch abseits davon war es ein spannendes Jahr.

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu, und es ist nur natürlich, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und einen anerkennenden Blick auf all die Neuerungen zu werfen, die Apple in den letzten 12 Monaten vorgestellt hat. Trotz einer weltweiten Pandemie hat das Unternehmen ein weiteres Jahr mit Rekordquartalen hinter sich gebracht, eine Reihe neuer Produkte veröffentlicht und einige große Herausforderungen abgewehrt.

Aber wenn man auf das Jahr 2021 zurückblickt, was werden die herausragenden Entwicklungen sein, die einen langfristigen Einfluss auf Apple und seine Kunden hatten? Ich habe drei der wichtigsten Ereignisse des letzten Jahres in der Apple-Welt herausgesucht.

Von Pro bis Max

Im Jahr 2020 gab Apple den Startschuss für eine zweijährige Umstellung der Prozessoren und 2021 war diese Umstellung bereits in vollem Gange. Obwohl die Macooks und Macs Mini mit M1 aus dem vergangenen Herbst Kritiker und Benutzer gleichermaßen beeindruckten, war die größte Frage zu Beginn dieses Jahres, ob Apples neue Prozessoren die Leistung erbringen können, die professionelle Benutzer für anspruchsvolle Aufgaben benötigen.

Das neue Macbook Pro mit dem M1 Pro und M1 Max ist ein Powerhouse.
Vergrößern Das neue Macbook Pro mit dem M1 Pro und M1 Max ist ein Powerhouse.

Die Antwort, die in Form des M1 Pro und des M1 Max gegeben wurde, scheint ein eindeutiges Ja zu sein. Die Chips, die in den neuen Profi-Macbooks Pro zum Einsatz kommen, sind wirklich beeindruckend. Sie sind in der Lage, High-End-Rechen- und -Grafikleistung zu liefern und gleichzeitig die Art von Energieeffizienz beizubehalten, für die Apple Silicon bekannt geworden ist.

Die Max- und Pro-Konfigurationen des M1, 8- und 10-Kern-Kraftpakete mit bis zu 32 Grafikkernen, haben bewiesen, dass Apple in Sachen Prozessordesign keine Eintagsfliege ist. Die Entscheidung, den Partner des letzten Jahrzehnts zu verlassen, war somit nicht nur vernünftig, sondern auch ein absolutes Muss.

Die neuen Macs: nicht ganz das Gleiche

Der Prozessorwechsel im letzten Jahr fand weitgehend unter der Haube statt. Weder die neuen Macbooks noch der aktualisierte Mac Mini von Apple wiesen signifikante Designänderungen im Vergleich zu ihren Intel-Vorgängern auf und konzentrierten sich stattdessen darauf, den Kurs beizubehalten und den Kunden Kontinuität zu bieten.

Das änderte sich mit der Veröffentlichung des brandneuen iMac im Frühjahr, der ein völlig neu gestaltetes Gehäuse und ein 24-Zoll 4,5K Retina-Display besitzt, welches das 21,5-Zoll des Vorgängermodells ersetzt. Durch die Nutzung der Effizienz und des geringen Stromverbrauchs von Apple Silicon konnte das Unternehmen einen hauchdünnen Computer herstellen, der dennoch eine beeindruckende Leistung bietet. Außerdem gab es einige interessante Änderungen wie einen Ethernet-Anschluss am Netzteil und Verbesserungen bei Mikrofon, Lautsprechern und Webcam. Und nicht zu vergessen eine Auswahl an auffälligen Farben (und ja, es gibt ihn immer noch im langweiligen alten Silber, wenn Sie möchten).

Apple-Trends 2022: High-End-Macs auf dem Weg

Im Herbst folgten die Macbooks Pro und brachten nicht nur die bereits erwähnten M1 Pro und Max Chips mit, sondern auch ein überarbeitetes Äußeres und – zur Freude vieler Poweruser – die Rückkehr der alten Anschlüsse wie Magsafe, HDMI und den SD-Kartensteckplatz. Alles in allem lieferte das MacBook Pro endlich genau das Produkt, das seine Zielgruppe suchte: Leistung und Konnektivität in einem schlanken, beeindruckenden Paket.

Epic Win

Zu Beginn des Jahres 2021 wies ich auf drei zu beobachtende Auseinandersetzungen hin, von denen die wichtigste der damals anstehende Prozess zwischen Apple und dem Spielehersteller Epic war. Zur Überraschung vieler endete dieser Konflikt mit einem entscheidenden Sieg von Apple, das sich in neun von zehn Punkten durchsetzte. Anfang dieses Monats hat das Unternehmen eine Aussetzung der einstweiligen Verfügung erwirkt, die aus der verlorenen Anklage resultiert, und damit die Tür für eine Berufung offen gelassen, die die frühere Entscheidung zu einem uneingeschränkten Sieg für Apple machen könnte.

Auch wenn im kommenden Jahr noch weitere Herausforderungen anstehen, darunter Maßnahmen der Europäischen Union sowie Untersuchungen des US-Arbeitsministeriums und möglicherweise des US-Justizministeriums, hat der Sieg von Apple über Epic das Geschäftsmodell des App Store nur noch weiter gefestigt. Und obwohl das in Cupertino gut ankommen mag, sind viele App-Entwickler und sogar einige Verbraucher weniger zuversichtlich, was die letztendlichen Auswirkungen angeht.

Dank einer Untersuchung der japanischen Kommission für fairen Handel hat Apple ein Zugeständnis im App Store gemacht: Sogenannte " Reader-Apps " dürfen nun einen externen Link in ihr Programm einfügen, um Abonnements und Konten zu verwalten. Verglichen mit dem Sieg des Unternehmens über Epic war dies jedoch ein relativ magerer Kompromiss, der die grundlegende Natur des App Stores wohl kaum verändern wird.

Der Rest

Im Jahr 2021 gab es noch viel mehr zu berichten, darunter die Veröffentlichung der neuesten Plattform-Updates von Apple, ein brandneues iPad Mini, neue iPhones, ein iPad Pro mit M1-Prozessor und die lang erwartete Enthüllung der Airtags, neben vielen anderen Dingen. Eine späte Entwicklung des Jahres, die viele überraschte und erfreute, war die Ankündigung eines Programms, das es Nutzern ab 2022 ermöglichen wird, ihre iPhones in begrenztem Umfang selbst zu warten – ein Angebot, das angeblich auch für andere Apple-Produktlinien kommen wird.

2022 verspricht ein nicht minder großes Jahr für das Unternehmen zu werden, und viele Gerüchte und Berichte geben bereits jetzt reichlich Stoff zum Nachdenken. Aber das ist ein Thema für eine andere Kolumne.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation Macworld.com.

Macwelt Marktplatz

2633091