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Gesetzvorschlag: Handy-Verbot für Unter-21-Jährige

10.01.2020 | 12:25 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Im US-Bundesstaat Vermont gibt es einen Gesetzesentwurf, der die Nutzung von Smartphones von Personen unter 21 Jahren unter Strafe stellt.

In den USA sorgt derzeit ein Gesetzesvorschlag des Senators John Rodgers (Demokraten) im Bundesstaat Vermont für Schlagzeilen. Der am Mittwoch eingereichte Vorschlag sieht einen Verbot der Smartphone-Nutzung für Personen unter 21 Jahren vor. Für einen Verstoß sieht das Gesetz eine bis zu einjährige Haftstrafe und/oder eine Geldstrafe von 1.000 US-Dollar vor.

Der Politiker begründet seinen Vorschlag mit einem Verweis darauf, dass sich in der Praxis bewiesen habe, dass unter 21 jährige Personen nicht geeignet für die Nutzung eines Smartphones seien. Sie seien nicht "erwachsen genug". Und für solche nicht "erwachsen genug" Personen gelten im Bundesstaat Vermont bereits Verbote, wie etwa für den Besitz von Waffen, dem Trinken von Alkohol oder dem Rauchen von Zigaretten. Die Schlussfolgerung von Senator Rodgers: Diese bereits geltenden Verbote sollten um ein "Verbot für die Nutzung von Smartphones" erweitert werden.

Im Gesetzesvorschlag nennt Rodgers auch einige Beispiele, bei denen die Smartphone-Nutzung von jüngeren Bürgern für zum Teil tödliche Verkehrsunfälle gesorgt hatten. Zusätzlich wird erklärt, dass Smartphones bei Jugendlichen oft für die Verbreitung von Hassbotschaften und zum Schikanieren von anderen Personen genutzt werden, was auch schon zu Selbstmorden geführt habe.

Die im gleichen Bundesstaat tätige Kinderschutzorganisation "Voices for Vermont´s Children" hält nicht viel von dem Vorschlag des Politikers. Stattdessen ruft die Organisation per Tweet die Politiker dazu auf, lieber verstärkt mit Gesetzen die Kinderarmut zu bekämpfen, etwa durch eine Erhöhung der Mindestlöhne.

Aber meint der Senator John Rodgers seinen Vorschlag wirklich ernst? Nein - gegenüber US-Medien erklärte der Politiker, der als Waffenbefürworter gilt, dass er mit seinem Gesetzesvorschlag die Bestrebungen anprangern will, den Besitz von Waffen stärker einzuschränken oder gar zu verbieten. Er selbst gehe nicht davon aus, dass sein Gesetzesvorschlag überhaupt eine Chance hätte, genügend Stimmen zu erhalten, um in Kraft treten zu können. "Ich würde wahrscheinlich selbst nicht dafür stimmen", erklärte der Politiker.

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