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Goldrausch á la Apple: Initiative schützt Lachsarten

14.08.2019 | 09:35 Uhr | Peter Müller

In künftigen iPhones wird das Gold aus Alaska verwendet. Der Rohstoff stammt aus einem umweltschonenden Abbau, den Apple jetzt unterstützt.

Initiative : Alaska, seit Zeiten des Goldrausches vor allem entlang des Yukon eine einzigartige Goldgrube, hat auch einen anderen Naturschatz zu bieten, dessen Interessen im Gegensatz zu dem der Mineure sind: Lachs, gewissermaßen das schwimmende Gold. Allein 12 Arten des Pazifischen Lachses stehen auf der Liste gefährdeter Arten, wie Apple in seinem Newsroom über eine neue Umweltinitiative berichtet.

In Alaska hat sich die Non-Profit-Organisation RESOLVE die Aufgabe gestellt, Bergbau und Naturschutz zu vereinen. Die an der Initiative "Salmon Gold" teilnehmenden Minen verpflichten sich dabei, nach Ende des Schürfens wieder die Natur zu restaurieren – dabei sollen auch die Wunden geheilt werden, die der Yukon-Goldrausch der 1890er-Jahre hinterlassen hat. Die Anfänge sind gemacht, von bescheidenen 25 Unzen Ausbeute im Jahr 2018 ist die Menge des heuer geschürften Goldes – die Saison steht unmittelbar vor dem Ende – auf 1000 Unzen gestiegen.

Apple hat sich neben dem Schmuckhersteller Tiffany dazu verpflichtet, Gold aus dem Projekt Salmon Gold zu beziehen. Dabei ist per Blockchaintechnik jederzeit der Nachweis möglich, aus welcher Mine welches Stück Gold gekommen ist. 1000 Unzen Gold decken etwa den Bedarf von einer Million iPhones. Pro Jahr verkauft Apple um die 150 Millionen Stück. Auch erinnert die gewiss lobenswerte Initiative von RESOLVE an die einer fiktiven Umweltstiftung in Jonathan Franzens Roman "Freiheit" , nur dass es im literarischen Werk um Renaturierung nach Kohleabbau geht.

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