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Goodbye, OLED? Apples Mini-LED-Technik erklärt

19.05.2020 | 11:50 Uhr |

Derzeit setzt Apple noch auf LCD- und OLED-Technologie - doch die Mini-LEDs sind auf dem Vormarsch. Diese bringen eine Menge Vorteile und schon bald könnte Apple sie in iPads, Macbooks und iMacs einsetzen. In diesem Artikel erklären wir, was Sie über die Mini-LED-Technologie wissen müssen.

Der Einsatz von Mini-LED-Bildschirmen in iPads, Macbooks und iMacs würde für Nutzer verschiedene Vorteile mit sich bringen. Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen LCD, OLED, Mini-LED und Mikro-LED? Bedeutet die neue Technologie das Ende von OLED? All diese Fragen klären wir in diesem Artikel.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen LCD, das mehrere LEDs verwendet, werden bei einer Panel-Leuchte mit Mini-LEDs viel mehr LEDs verwendet. Das bedeutet: Auf die gleiche Fläche gibt es mehr Dimmbereiche. "Eine herkömmliche Anzeige könnte Hunderte von LEDs verwenden, aber eine Mini-LED-Anzeige könnte mehr als tausend haben. Apple soll derzeit Mini-LED-Displays erforschen, die 10.000 LEDs mit einer Größe von jeweils unter 200 Mikrometern verwenden", erklärt MacRumors .

Vorteile von Mini-LEDs

Dadurch, dass mit Mini-LEDs auf die gleiche Fläche mehr LEDs eingesetzt werden können als bei bisherigen LCDs, ergeben sich verschiedene Vorteile für das Display: 

  • mehr Dimmbereiche

  • tiefere und dunklere Schwarztöne

  • höhere Kontraste

  • hellere Helligkeiten

  • sattere Farben

Darüber hinaus vermutet der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo, dass mit der Einführung von Mini-LEDs Apple auch mehr Spielraum im Produktdesign habe. Die Produkte könnten dünner und auch leichter werden.

Des Weiteren ergeben sich laut MacRumors noch weitere Vorteile: "LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung sind viel energieeffizienter als die Kaltkathoden-Fluoreszenzbeleuchtung, die in der Vergangenheit für LCD-Panels verwendet wurde. Und Mini-LED-LCDs werden zusätzliche Energieeffizienzsteigerungen aufweisen".

Was ist besser: OLED, Mini- oder Mikro-LED?

Dadurch, dass die OLED-Technologie eine gleichmäßigere Beleuchtung zustande bringt, gilt sie als besser als die Mini-LED-Technologie. Zwar wird die Mikro-LED-Technologie noch erforscht, allerdings geht man davon aus, dass sie wiederum der OLED-Technologie überlegen sein wird. Warum? Weil sie höhere Helligkeitsstufen bieten kann und sie weniger anfälliger für Probleme ist, wie etwa dem Einbrennen des Bildschirms.

OLED-Displays kommen etwa im neuen iPhone 11 Pro zum Einsatz. Dadurch, dass diese Display-Technologie jedoch recht teuer ist, hat Apple bisher davon abgesehen, diese auch in größere Bildschirme (wie etwa beim iPad oder Mac) zu implementieren. Laut MacRumors plant Apple vielleicht sogar OLED in seinen Macs und iPads ganz zu überspringen und von der Mini-LED-Technologie zu Mikro-LED überspringen: "Mikro-LED ist die Zukunftstechnologie, auf die man sich freuen kann, aber Mini-LED ist die Technologie, die Apple in naher Zukunft auf den Markt bringen will."

Dass Apple beim iPhone die OLED-Technologie durch die Mini-LED-Technologie ersetzt, ist also relativ unwahrscheinlich. Vorerst müssen wir uns also nicht von OLED verabschieden. Stattdessen können wir uns laut Ming-Chi Kuo in den nächsten ein bis zwei Jahren auf folgende Produkte mit Mini-LED-Displays freuen:

  • 16-Zoll-Macbook Pro

  • 14,1-Zoll-Macbook Pro

  • 12,9-Zoll-iPad Pro

  • 27-Zoll-iMac Pro

  • Kostengünstiges iPad

  • iPad Mini

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