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Google DeepMind besiegt Profi-Go-Spieler Lee Se-dol

10.03.2016 | 16:44 Uhr | Benjamin Schischka, Panagiotis Kolokythas

Googles Deepmind-KI AlphaGo hat auch das zweite Spiel gegen den Go-Profi-Spieler Lee Sedol gewonnen.

Update, 10. MĂ€rz 2016: Googles Deepmind-Software AlphaGo hat die zweite von insgesamt fĂŒnf Go-Partien gegen den sĂŒdkoreanischen Go-Meister Lee Sedol gewonnen. Die Partie wurde erneut von Google auf Youtube live ĂŒbertragen. Dieses Mal dauerte das Spiel knapp fĂŒnf Stunden. AlphaGo ĂŒberraschte Sedol dabei vor allem mit unerwarteten SpielzĂŒgen. Die vollstĂ€ndige Partie können Sie hier auf Youtube sehen:

UrsprĂŒngliche Meldung vom 9. MĂ€rz 2016

Go ist ein uraltes Strategie-Brettspiel, das ursprĂŒnglich aus China kommt, aber heute auch in Japan und Korea ĂŒberaus beliebt ist. Gespielt wird mit weißen und schwarzen Steinen auf einem Spielfeld aus Rechtecken. Ziel ist es, die gegnerischen Steine möglichst großflĂ€chig zu umzingeln. Go gilt als deutlich komplexer als Schach. Unter anderem, weil es mehr spielbare Varianten gibt. Schon 1988 verlor der Internationale Meister David Levy gegen das Computer-Programm Deep Thought eine Schach-Partie. Im Go-Spiel hatten bislang noch die Menschen die Oberhand. Doch diese Bastion ist nun gefallen. Ein Google-Programm zwang einen Go-Meister in die Knie.

AlphaGo, so der Name des Programms, hat in Seoul, SĂŒd-Korea, den Profi-Spieler Lee Se-dol im Go besiegt. Entwickelt wurde AlhpaGo von Google DeepMind. Diese Abteilung des Google-Imperiums hat sich auf die Programmierung kĂŒnstlicher Intelligenz spezialisiert. Der besiegte Se-dol staunt: Ich hĂ€tte nicht damit gerechnet, zu verlieren. AlphaGo hat wirklich in einer ziemlich perfekten Art und Weise gespielt. Das berichtet The Verge . DeepMind-GrĂŒnder Demis Hassabis lobt derweil das Spiel von Se-dol und freut sich ĂŒber das spannende Match. Das Go-Spiel zwischen Mensch und Maschine ist aber erst das erste von fĂŒnf. FĂŒr Lee geht es um mehr als Prestige – es lockt ein Preisgeld von 1 Million Dollar.

Lee zeigte sich nach dem Spiel schockiert, bereute seine Entscheidung, gegen die KI anzutreten, aber nicht. Stattdessen freue er sich auf das nÀchste Spiel und will vor allem bei der Eröffnung des nÀchsten Spiels punkten, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Das nÀchste Spiel soll schon morgen stattfinden.

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