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Google Maps zeigt veraltete Satelliten-Daten im Browser

05.03.2019 | 12:22 Uhr | Halyna Kubiv

Wer auf Google Maps im Satelliten-Modus surft, kann sich zurück in die Vergangenheit versetzt fühlen.

Die Satelliten-Ansicht in der Karten-Anwendung, sei es Google oder Apple, ist eine feine Sache: Neben den üblichen Angaben wie Adressen und Straßen sieht man noch eine mehr oder wenig genaue Abbildung der gesuchten Stelle, als ob man sie überflöge.

Wer diese Ansicht in Google Maps nutzt, soll auf eine Besonderheiten achten. Auf dem Desktop im beliebigen aktuellen Browser – von Chrome über Safari bis Firefox – bekommen die Nutzer veraltete Abbildungen zu sehen. Darauf hat uns zuerst ein Leser hingewiesen, doch man kann dies selbst leicht überprüfen, wenn man nach einem Neubau, der in den letzten zwei Jahren entstand, sucht: Die Trambahnhaltestelle Schwabinger Tor wurde im Dezember 2018 fertig gestellt, sucht man die Stelle auf Google Maps, sieht man in der Satelliten-Ansicht nur noch eine große Baustelle mit den Gleisen dazwischen. Die gleiche Stelle in der App am Smartphone zeigt zwei geschwungene weiße Dächer, wie sie seit Sommer 2018 stehen.

Der Grund für diese Diskrepanz zwischen den Daten am Desktop und auf dem Smartphone ist die Umstellung auf die Globe-View im August 2018 . Google hat zu diesem Zeitpunkt die Ansicht in Maps im Browser von der zweidimensionalen auf die dreidimensionale Ansicht umgestellt. Dies ist soweit sinnvoll, als dass größere Flächen wahrheitsgetreu dargestellt werden (Karte vs. Globus Vergleich). Schade ist nur, dass für diese dreidimensionale Ansicht nur veraltete Satelliten-Daten zur Verfügung stehen. Google verspricht, die Satelliten-Aufnahmen auch für die 3D-Darstellung nach und nach zu aktualisieren.

Der Umstieg auf die Globe-View bzw. die Kommunikation der Folgen für die Nutzer, die sich auf die Satelliten-Abbildungen verlassen, ist etwas unglücklich verlaufen. Die Globe-View ist wohl seit August 2018 standardmäßig eingestellt, dazu ist die Einstellung im Menü von Google Maps versteckt (linke obere Ecke mit drei horizontalen Linien) und nicht beim direkten Umschalter von der Maps- auf die Satelliten-Ansicht. So sehen sich manche Nutzer der Google Maps nicht die aktuellen Bilder sondern historische Aufnahmen aus längst vergangenen Tagen.

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