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Google zahlt Apple eine Milliarde US-Dollar

22.01.2016 | 09:22 Uhr | Halyna Kubiv

2014 zahlte Google an Apple eine beachtliche Summe, damit die eigene Suche aus dem mobilen Safari nicht verschwindet.

Apple lĂ€sst sich von Google fĂŒrstlich bezahlen, um auf iPhone und iPad weiterhin das auf Google fĂŒhrende Suchfenster zu behalten. Wie in einem Prozess von Oracle gegen Google herauskam , zahlte der Suchmaschinenbetreiber Apple im Jahr 2014 fĂŒr diesen Dienst eine Milliarde US-Dollar. In der gleichen Anhörung kamen noch weitere Informationen ĂŒber das GeschĂ€ft zu Tage: Angeblich gibt Google prozentual von seinen UmsĂ€tzen ab, die sich aus der Suche auf dem iPhone und iPad ergeben. Diese GebĂŒhr betrĂ€gt nach nach Zeugenaussagen vor Gericht 34 Prozent.

Ironie an der Geschichte: Apples CEO Tim Cook hatte Google im vergangenen Jahr mehrmals fĂŒr sein GeschĂ€ftsmodell kritisiert, das auf die Daten von Anwendern abzielt, um mit diesen Geld zu verdienen. Aber auch Apple profitiert offensichtlich von Googles AnzeigengeschĂ€ft.

Das VerhĂ€ltnis zwischen Apple und Google ist seit dem Start der Konkurrenz-Betriebssystem Android nicht leicht. Vor dem Start von iOS 6 flog von den iPhones die Youtube-App, die seit der ersten Version von iOS zu den vorinstallierten Apps gehörte . Zudem hat Apple im Jahr 2012 die App Google Maps von iPhone und iPad verbannt . Die eigene Lösung Apple Maps wurde aber mit vehementer Kritik und gar HĂ€me ĂŒberschĂŒttet, weil sie zu ihrem Start im Herbst 2012 noch nicht ausgereift war.

Welche Markmacht mittlerweile die Gesamtheit der iPhone- und iPad-Nutzer ausĂŒbt, hat The Guardian in einem Bericht von Ende 2013 dargestellt: Vor dem Apple-Maps-Start nutzten die Google Karten rund 80 aller iPhone- und Android-Nutzer in den USA, ein Jahr spĂ€ter konnte die Google Lösung nur 43 Prozent aller Nutzer fĂŒr sich gewinnen.

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