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Grünes Internet: Greenpeace lobt Apple und Co für saubere Energie

10.01.2017 | 16:24 Uhr |

Mit einem umweltbewussten Image können Unternehmen sich nicht nur von der Konkurrenz abgrenzen, sondern auch neue Kunden gewinnen. Der Wettkampf der Unternehmen um erneuerbare Energien zeigt einer Studie von Greenpeace zu Folge nun klare Sieger.

Laut Greenpeace gehören die Unternehmen Apple, Google, Facebook und auch der Newcomer Switch zu den Marktführern in Sachen erneuerbarer Energien. Dem Bericht der Umweltschutzorganisation zu Folge leisten besagte Unternehmen einen großen Beitrag zum Erschaffen eines „grünen Internets“, eines Internets, welches mit erneuerbarer Energie betrieben werden kann. Unter anderem werden beispielsweise die Datencenter der großen Unternehmen mit sauberer Energie betrieben.

Apple motiviert Zulieferer zu "grüner Energie"

Insgesamt seien bereits rund 20 Internet-Unternehmen komplett auf erneuerbare Energien umgestiegen, was im Vergleich zur Konkurrenz aber nur ein Tropfen auf einem heißen Stein ist: Der Großteil dieser Branche wächst weiterhin sehr stark im asiatischen Raum, wo keinerlei Wert auf derartige umweltbewusste Maßnahmen gelegt wird. Diesbezüglich bildet auch die USA keine Ausnahme, wie der US-Bundesstaat Virginia beweist.

Der Greenpeace Senior IT-Analyst, Gary Cook, freut sich dennoch über die aktuelle Entwicklung: „Dank der Führung und Befürwortung von Unternehmen wie Apple, Google, Facebook und Switch können wir große Schritte in Richtung eines mit sauberer Energie betriebenen Internets machen. Eine wachsende Anzahl an Unternehmen hat jetzt die Notwendigkeit für den Wechsel auf erneuerbare Energiequellen erkannt, aber wir müssen diesbezüglich noch mehr Druck ausüben und allgemein mehr Transparenz schaffen. Amazon Web Services ist ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, welches viel über seine regenerativen Projekte spricht, seine Kunden aber im Dunkeln lässt, wenn es um die Energie-Performance geht und zusätzlich in Märkte mit schmutziger Energie, wie Virginia, investiert.“

Asiatische Internet-Riesen, wie beispielsweise Tencent, Baidu und Alibaba, weigern sich bisher, auf einen umweltbewussten Kurs umzuschlagen. Dies stellt für den Umweltaktivisten, Jude Lee, ein enormes Problem dar: „Führende IT-Firmen in den Vereinigten Staaten haben bereits gezeigt, dass die Mehrheit der Industrie erkannt hat, das saubere Energie sowohl gut für die Umwelt, als auch für das Geschäft ist. Unternehmen in Ost-Asien müssen das ebenfalls begreifen.“

Apple baut Sonnenanlagen in China und in der Mongolei

Der weltweite IT-Sektor beansprucht derzeit sieben Prozent der globalen Elektrizität, was sich bis 2020 vermutlich verdreifachen wird. Seit 2009 bewertet Greenpeace die Energie-Performance führender IT-Unternehmen. Facebook, Apple und Google waren die ersten Untenehmen, die vor fünf Jahren auf 100 Prozent erneuerbarer Energien umgestiegen sind.

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