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Homepod mit Display und Apple TV – Apple hält wohl an Plan fest

19.04.2022 | 12:30 Uhr | Peter Müller

Vor gut zehn Jahren kursierten Gerüchte, Apple würde ein TV-Gerät bauen. Was Bloombergs Mark Gurman nun wiederholt spekuliert, könnte dem nahe kommen – hat aber andere Aufgaben.

Apple hält weiter an Plänen fest, Apple TV mit dem Homepod zu kombinieren , schreibt der Bloomberg-Redakteur Mark Gurman in seiner jüngsten Ausgabe des Newsletters " Power On ". Schon vor einem guten Jahr hatte er erstmals darüber berichtet, dass Apple den Homepod mit einer Facetime-Kamera und einem Bildschirm (womöglich an einem Schwenkarm montiert) ausstatten und ihn mit der Settopbox Apple TV kombinieren wolle. Der Bildschirm soll dann etwa wie Amazons Echo Show diverse Informationen anzeigen, auch solche aus dem Smart Home wie das Bild einer Überwachungskamera oder der Videotürklingel. So diene das Gerät auch als Kommunikationsgerät, etwa mit den Besuchern vor der Tür oder mit Siri, die allerlei Informationen darstellen kann. Darüber hinaus lassen sich TV-Sendungen und Filme via der Apple-TV-Funktionen anzeigen - sofern das auf einem nicht allzu großen Bildschirm gewünscht ist.

Wichtiger als die Wiedergabe von "Ted Lasso", "CODA" oder Live-Sport wäre laut Gurman aber die Funktion als Zentrale des Smart Home - Homepod Mini und Apple TV dienen bereits als solche, in der Kombination würden sie aber einige Vorteile bieten. In den ersten Vorstellungen von einem "Homepod TV" hieß es noch, der Schwenkarm mit dem Monitor würde den Nutzenden folgen, um sie bei Videotelefonaten immer im Bild zu haben. Mit Center Stage, das auf eine Ultraweitwinkelkamera und intelligente Algorithmen setzt, wäre ein physisches Schwenken aber gar nicht mehr nötig. iPads, Macbooks Pro und selbst das neue Studio Display bieten die Funktion bereits, Apples Lust auf Recycling bewährter Technologien macht eine solche im hypothetischen Gerät durchaus denkbar.

Erinnerungen an einen legendären Rechner - und ein hartnäckiges Gerücht

Wer schon lange dabei ist, dem kommen einige Produkte in den Sinn, die es mal gegeben hat und mal auch nicht. Schwenkbarer Arm auf einer mehr oder minder runden Basis? Das erinnert doch sehr an den iMac G4, liebevoll auch "Schreibtischlampe" genannt, den Apple im Januar 2002 einer verblüfften Öffentlichkeit präsentierte. Ein Apparat, auf dem ein Apfel-Logo prangt und mit dem man Fernsehen kann, ja, eines, das man gut und gerne so etwas wie "Apple TV" nennen kann? Kurz nach Steve Jobs' Tod im Oktober 2011 kursierten zahlreiche Gerüchte um ein solches Gerät, nicht zuletzt befeuert von einer Aussage des Sterbenden in der autorisierten Biografie von Walter Isaacson, Sie wissen schon: "Ich habe es endlich geknackt". Vor allem der Analyst Gene Munster wurde nicht müde, immer zum Jahreswechsel zu betonen, dass Apple gewiss "im nächsten Jahr" dieses "one more thing" zeigen würde. Daraus wurde bekanntlich nichts und hätte wohl nie werden sollen.

Gurman liegt oft richtig

Der für Bloomberg tätige Mark Gurman hat eine recht gute Trefferquote, wenn es sich um neue Apple-Produkte dreht. Zuletzt konnte sich Gurman dafür feiern, dass er schon lange im Voraus präzise über Anzahl der Kerne neuer Apple-Chips berichtet hatte, die nun M1 Max und M1 Ultra heißen. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass Apple tatsächlich an einem Apple-TV-Homepod-Hybrid arbeitet - ob und wann daraus aber ein Produkt wird, steht in den Sternen. Gurmans Prognosen sind in einigen Fällen Binsenweisheiten, die er im Wochentakt wiederholt. So schrieb er etwa in der letzten Ausgabe von "Power On", Apple teste intern bereits neun neue Mac-Modelle mit vier unterschiedlichen Versionen von M2-Chips . Das ist nicht weiter verwunderlich, erste M2-Rechner erwarten wir bereits für den Frühsommer, rund um die WWDC.

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