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Gurman: Blutzuckermessung bei Apple erst Ende der Dekade

11.01.2022 | 14:50 Uhr | Halyna Kubiv

Seit es die Gerüchte zu der Apple Watch gibt, gibt es ebenfalls Vermutungen, dass die smarte Uhr die Blutzuckerwerte messen soll.

Mark Gurman bereitet in neuesten Newsletter "Power On" eine Enttäuschung: Die spektroskopische Messung der Blutzuckerwerte mit Apple Watch ist nach seinen Einschätzungen erst spät in der zweiten Hälfte der Dekade marktreif, zitiert " Apple Insider " den Bloomberg-Redakteur. So soll man nicht darauf spekulieren, dass bereits die Apple Watch Series 8 die lang erwartete Funktion an den Tag bringt, eher sind solche Erwartungen für Series 13 oder 14 realistischer. 

Blutzuckermessung als Verheißung

Seit es Gerüchte um die Apple Watch oder iWatch von Apple gibt, gibt es auch Vermutungen, dass das Gerät auch irgendwann mal die Glukose bei seinem Inhaber oder Inhaberin nachverfolgen soll. Schließlich ist der Markt für solche Anwendungen groß und wird immer größer. Die International Diabetes Federation prognostiziert bis zu 700,2 Mio. Menschen mit Diabeteserkrankungen bis 2045 ( Seite 35 im PDF-Dokument ). Sicherlich wird sich die Weltbevölkerung ebenfalls vergrößern, aber auch das prozentuale Verhältnis solcher Krankheiten in der Bevölkerung steigern: von 9,3 Prozent 2019 auf 10,9 Prozent 2045. 

Die Gerüchte um eine Glukose-Messung auf der Apple Watch wurden vor allem 2017 laut: Angeblich wurde Tim Cook mit einem Testgerät gesehen, das Blutzucker messen konnte . Für die Apple Watch Series 7 wurde die Funktion ebenfalls spekuliert , wir haben diese Gerüchte damals als recht unwahrscheinlich eingestuft: " Allerdings kann man anhand der Studie keineswegs behaupten, dass die Technologie marktreif ist und bereits in wenigen Monaten frei verkauft werden soll. Die Forscher haben für das Experiment extra Laserspektrometer herstellen lassen, die dann an den Ohrläppchen von lebendigen Schweinen befestigt wurden. Zwar konnten die Forscher eine relativ hohe Genauigkeit bei den Messungen des Blutzuckerspiegels mit der erprobten Methode feststellen, bis aber die Anwendung ihren Weg auf den Markt findet, muss man sie noch miniaturisieren, sodass sie in eine handelsübliche Smartwatch passt. Zudem waren die Probanden während des Experiments sediert, was die Frage nicht beantwortet, wie genau die Messungen bei Bewegungen bleiben."

Der Wearable-Markt rund um Blutzuckermessgeräte verleiht ebenfalls wenig Hoffnungen: Seit Jahren haben sich die wenig invasiven Methoden wie die von Abbot oder Dexcom durchgesetzt, die nicht-invasiven Geräte werden zwar immer wieder versprochen , doch die Versprechen müssen noch eingelöst werden. 

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