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Android-Handy HTC G1 kommt nach Deutschland

19.01.2009 | 16:56 Uhr |

T-Mobile wird das erste Handy der Android-Plattform ab Februar auch in Deutschland anbieten. Die von Google initiierte Softwareplattform gilt als Konkurrent zu Apples mobilem OS X des iPhones.

T-Mobile HTC Dream G1
VergrĂ¶ĂŸern T-Mobile HTC Dream G1

Vom 2. Februar an können Kunden von T-Mobile das erste Handy mit dem neuen Betriebssystem Android erstehen. Es heißt G1 - und nicht "Google-Phone", obwohl es oft so genannt wird. Nur ein dezenter Aufdruck auf der RĂŒckseite des schwarzen Mobiltelefons - "with Google" - verrĂ€t, wer die Software fĂŒr das jĂŒngste Hightech-Gadget von T-Mobile eigentlich programmiert hat. Bei T-Mobile kann man das G1 bereits jetzt vorbestellen. Doch das G1 ist durch und durch ein Google-Handy, denn ohne ein Konto bei dem Suchmaschinengiganten lĂ€uft beim G1 fast nichts. "Google ist der Internet-Experte", sagte Peter Chou, der Chef des G1-Herstellers HTC, der dpa am Montag in Hamburg. Daher könne mit dem G1 die "bestmöglich Internet-Erfahrung hergestellt werden."

Das G1 ist das erste Handy, bei dem das von Google programmierte Betriebssystem Android zum Einsatz kommt. Die OberflĂ€che fĂŒhlt sich Ă€hnlich wie das System des iPhone an. Allerdings lĂ€sst sich das Apple-Smartphone einfacher bedienen als das G1. WĂ€hrend zum Beispiel beim iPhone in den meisten Anwendungen der Bildschirm vom Hoch- auf ein Querformat umschaltet, wenn man das GerĂ€t um 90 Grad dreht, tut sich beim G1 nichts - obwohl das Google-Handy wie das iPhone ĂŒber einen Bewegungssensor verfĂŒgt. Erst wenn der Anwender die Quertastatur ausfĂ€hrt, schaltet auch der Bildschirm des G1 auf die horizontale Darstellung um. Außerdem fehlt beim G1 die Möglichkeit, den Bildschirm mit mehreren Fingern gleichzeitig, dem Multitouch-Verfahren, zu bedienen. Damit könnte der Nutzer etwa bequem und intuitiv in ein Foto oder eine Webseite zoomen.

Nur mit Google-Account

Zum ersten Start des G1 wird der Anwender nach seinem Google-Account gefragt. Wer noch kein Konto hat, kann es schnell anlegen. Danach werden E-Mail-Konto und Kalender mit den Informationen synchronisiert, die bei Google im Netz gespeichert sind. Andere E-Mail-Konten, beispielsweise von GMX oder Yahoo, lassen sich auf dem G1 ebenfalls schnell einrichten. Diese Konten laufen allerdings parallel zum Google-Mail-Konto in einer eigenen Anwendung. Wer mehrere E-Mail-Konten gleichzeitig im Auge behalten möchte, muss also immer hin- und herspringen.

"App Store" fĂŒr Android

Die Kommunikation mit der gĂ€ngigen Exchange-Infrastruktur von Microsoft, die in vielen Unternehmen vorzufinden ist, beherrscht das G1 nicht. Dies ist ein deutlicher Schwachpunkt im Vergleich zum iPhone, dem Blackberry von RIM oder den vielen Modellen mit Windows Mobile. Google-MitbegrĂŒnder Larry Page verwies zum Start des G1 in den USA auf ein mögliches Angebot eines Drittanbieters, das im Android-Onlineshop "Market" erscheinen könne. Bislang warten die T-Mobile-Kunden aber noch auf eine entsprechende Anwendung. Dabei haben die Entwickler von Android-Programmen fĂŒr das G1 alle Freiheiten. WĂ€hrend Apple in der Vergangenheit immer wieder iPhone-Anwendungen aus den iTunes-App-Store verbannt hat, legt Google Wert auf die Feststellung, dass der Zugang zum Market nicht reguliert werde. DafĂŒr fehlt dem G1 in Deutschland aber ein Onlineladen fĂŒr Musik und Videos. Auch eine Abspielsoftware fĂŒr Videos ist standardmĂ€ĂŸig nicht installiert, kann aber aus dem "Market" nachgeladen werden. FĂŒr Anwendung stellt das G1 nur 70 Megabyte internen Speicherplatz zur VerfĂŒgung. Auf einer externen Speicherkarte dĂŒrfen die "Apps" nicht abgelegt werden.

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