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Handy wichtiger als Partner: Erschreckende Smartphone-Studie

31.01.2021 | 13:02 Uhr | Thomas Hartmann

”Nimm meine Niere, aber lass mir bitte mein Handy“, einen solchen Satz haben 44 der deutschen Befragten geäußert. Auch der Partner hat bei manchen einen schwierigen Stand.

Eine interessante Umfrage unter 9000 Smartphone-Nutzern im Alter von 18-35 Jahren in Europa hat One Poll im Auftrag des chinesischen Smartphone-Herstellers One Plus durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die ”Beziehung” zum eigenen Handy sich in der Lockdown-Phase bei jungen Europäerinnen und Europäern noch verstärkt hat. Manche Smartphone-Nutzer in Deutschland würden sogar eher auf eine ihrer Nieren als auf das Smartphone verzichten, heißt es. Und es ist sogar von einer ”Nomophobie“ die Rede, womit die Angst gemeint ist, kein Smartphone verwenden zu können. Diese nehme weiter zu.

Handy wichtiger als Partner

Drastisch ist die Aussage, dass unter den deutschen Befragten immerhin 44 Personen lieber eine ihrer Nieren aufgeben würden als das Handy. Das sei mehr als in Frankreich und Italien zusammen. Und in ganz Europa würden 5 Prozent lieber auf ihren Partner als ihr Mobiltelefon verzichten.Drastisch ist die Aussage, dass unter den deutschen Befragten immerhin 44 Personen lieber eine ihrer Nieren aufgeben würden als das Handy. Das sei mehr als in Frankreich und Italien zusammen. Und in ganz Europa würden 5 Prozent lieber auf ihren Partner als ihr Mobiltelefon verzichten.

Doch auch Ladegeräte haben an Wichtigkeit gewonnen. Sie sind ebenso wie das Handy fester Begleiter über den Tag hinweg. Angeblich sollen sogar mehr als 95 Prozent mit dem Smartphone im selben Raum schlafen, beinahe acht von zehn Usern haben es jederzeit in direkter Reichweite. 77 Prozent schauen demnach innerhalb der ersten 15 Minuten, nachdem sie wach geworden sind, zum ersten Mal auf Ihr Handy.

Eine ganze Reihe von Anwendern lädt das Smartphone innerhalb von 24 Stunden fünfmal oder öfter wieder auf, ein Zeichen für intensiven Gebrauch. Deutsche würden ihr Handy im europäischen Vergleich relativ spät ans Ladekabel hängen – dies sei erst einem Akkustand von 11 bis 20 Prozent der Fall.

Insgesamt nutzen sieben von zehn Befragten ihr Smartphone häufiger als vor den Lockdowns, dabei sind es vor allem junge Menschen, die deutlich mehr Zeit vor dem Display verbringen. Allerdings sollte man damit rechnen, dass dies allgemein für Bildschirme auch von Desktops oder Notebooks gilt, denn auch beim Homeschooling oder Home-Office hat sich dieser Trend gewiss verstärkt (unsere Vermutung).

Nomophobie: Die Angst, kein Handy mehr zu haben

Bei der sogenannten ”Nomophobie” (Kofferwort für ” No-Mobile-Phone-Phobia “), welche die Angst beschreibt, kein funktionierendes Smartphone mehr zu haben, spüren Briten der Umfrage zufolge diese Furcht am stärksten. Vielleicht, weil sie bei ihrer Insellage und nach dem EU-Austritt sich nun noch stärker isoliert fühlen?

32 Prozent der Briten würden sich demnach selbst die Diagnose ”Nomophobie” stellen, mehr als in jedem anderen europäischen Land. Auch hier sind vor allem wieder junge Menschen verstärkt dieser Gefahr einer Nomophobie ausgesetzt. Zum Beispiel antworten deswegen laut der Umfrage 13 Prozent nicht auf eine Nachricht, um Akku zu sparen. Nur eine kleine Anzahl der jungen Leute nutzt die Möglichkeit, einen Fremden um Benutzung seines Telefons zu bitten oder erwägen, ein Münztelefon zu verwenden (sofern man überhaupt noch eins findet!).

Leider gibt diese von dem Hersteller von Android-Smartphones One Plus in Auftrag gegebene Umfrage keine Auskunft über unterschiedliche Anwenderprofile, je nachdem, ob jemand iPhone- oder eben Besitzer eines Android-Handys ist. Weitere Details und auch ein Hinweis auf neue Mobilgeräte des Herstellers findet man in der zusammenfassenden Pressemitteilung hier .

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