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Harmony sorgt für Unruhe

28.07.2004 | 16:19 Uhr |

Harmony sorgt für Unruhe

Wie Real Networks am Montag bekanntgab werde der kommendende Realplayer eine Technik namens "Harmony" unterstützen, mit der es möglich sein soll, im Real Rhapsody Musicstore gekaufte Songs auf dem iPod und 70 weiteren Geräten abspielen zu können. Rhapsodys bisher wenig erfolgreicher Store setzt wie der iTunes Musicstore auf AAC als Audioformat, nutzt jedoch ein anderes, nicht Fairplay kompatibles DRM-System namens "Helix". Harmony geht allerdings noch weiter: Dem Streaming-Pionier zufolge beschränkt sich Harmony nicht nur auf den Real Rhapsody Musicstore sondern funktioniert als universeller Übersetzer für die verschiedenen DRM-Systeme. Somit soll laut Real jeder beliebige portable Musikplayer mit Songs aus jedem Musicstore befüllbar sein, egal ob WMA oder AAC.

Da Apple sich weigerte, Fairplay an Real zu lizensieren hat Real Apples DRM-Technik "reverse engineered", was nach neuerer Gesetzgebung eigentlich illegal wäre. Real ist trotzdem zuversichtlich kein Gesetz verletzt zu haben und sieht sich rechtlich auf sicherem Boden, da man den Kopierschutz ja nicht umgehe sondern nur nachbilde. Noch etwas vage sind die Informationen zu WMA, ob hier eine Transcodierung des eigentlichen Musikmaterials stattfindet wie es zum Abspielen auf dem nicht-WMA-fähigen iPod beispielsweise nötig wäre ist nicht klar. Transcodierung, also die Umwandlung des Kompressionsformats ist immer mit Qualitätsverlust des Audiomaterials behaftet. Apple hat zu Harmony noch keinen Kommentar abgegeben, in Cupertino wartet man wohl ab, bis man die Software genau unter die Lupe genommen hat.

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