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HateAid hilft Opfern von Hetze im Internet

05.07.2019 | 14:11 Uhr | Denise Bergert

Das Projekt HateAid will Internet-Nutzern helfen, die Opfer von Anfeindungen, Beleidigungen und Hetze geworden sind.

Die Nichtregierungsorganisationen Campact und Fearless Democracy haben in dieser Woche mit HateAid ein neues Projekt in Berlin vorgestellt. Die Initiative, die bereits 2017 auf den Weg gebracht wurde, hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen zu helfen, die Opfer von Hass und Hetze im Internet geworden sind.

Die offizielle HateAid-Website bietet kostenfreie Beratung in unterschiedlichen Bereichen. So stehen bei der persönlichen Beratung etwa emotionale Unterstützung und Selbsthilfe-Tips im Vordergrund. Betroffene sollen hier lernen, wie sie ihre persönlichen Stärken im Umgang mit Digitaler Gewalt einsetzen können. In der Sicherheits- und Kommunikationsberatung entwickeln Opfer in Zusammenarbeit mit HateAid-Mitarbeitern eine an ihre Bedürfnisse angepasste Kommunikationsstrategie. Bei der Rechtsberatung hilft HateAid Digitale Gewalt zur Anzeige zu bringen. Bei Bedarf finanziert die Organisation zudem einen Anwalt über die HateAid-Prozesskostenhilfe. HateAid vermittelt in Problemfällen außerdem Ansprechpartner wie Psychologen oder IT-Spezialisten.

Kontakt zur Organisation können Betroffenen telefonisch oder per E-Mail aufnehmen. Die Beratungsstelle steht außerdem per Facebook Messenger oder Twitter-Direktnachricht zur Verfügung. Laut T-Online ist HateAid bislang in 60 Fällen beratend tätig geworden. 55 von ihnen werden inzwischen zivilrechtlich verfolgt.

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