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Helligkeit und Kontrast

30.08.2008 | 00:00 Uhr

Helligkeit und Kontrast

Für einen kräftigen Bildeindruck sind Parameter wie Helligkeit und Kontrast entscheidend. Beide Werte korrelieren in gewisser Weise miteinander: Je heller das Display, desto höher wird der Kontrast. Allerdings nur dann, wenn der Schwarzwert nicht mit der Helligkeit ansteigt. Und genau hier liegt ein Hauptproblem von LCD-Displays. Da die Hintergrundbeleuchtung ständig das volle Licht abstrahlt, müssen die LCD-Zellen möglichst viel Licht verschlucken, wenn sie ein sattes Schwarz darstellen sollen. Das ist in der Praxis nur sehr schwer zu erreichen.

NEC ordnet die Bedientasten im Rechten Winkel an der Vorderseite an. Dadurch bleiben sie gut erreichbar, auch wenn man den Monitor im Hochformat betreibt.
Vergrößern NEC ordnet die Bedientasten im Rechten Winkel an der Vorderseite an. Dadurch bleiben sie gut erreichbar, auch wenn man den Monitor im Hochformat betreibt.

Das hellste Bild im Test liefert der Monitor von Acer. Er leuchtet mit über 430 Candela pro Quadratmeter. Das macht ihn ideal für Präsentationen in hellen Räumen, doch im Büroalltag oder daheim ist das zu viel des Guten. Wer täglich acht bis zehn Stunden vor dem Bildschirm sitzt, sollte die Helligkeit auf 200 Candela pro Quadratmeter zurückdrehen.

Farben und Homogenität

Die Anzahl der Farben, die ein Monitor darstellt, ist ein wichtiges Kriterium für natürliche Farbdarstellung. Dieser Punkt ist hauptsächlich für die Verwendung im grafischen Gewerbe interessant, bei dem der Fokus auf farbverbindlichen Anwendungen liegt. Uns erstaunt, dass hier fast alle Monitore im Test nah beieinander liegen. Selbst der NEC Spectraview LCD 2690, der speziell für die Druckvorstufe entwickelt wurde und sogar eine Hardware-Kalibrierung bietet, kann sich in puncto Farbraum nicht nennenswert von den Konkurrenten absetzen. Auch der Monitor von Eizo landet hier eher im Mittelfeld. Die Überraschung liefert LG mit seinem W2600HP. Berücksichtigt man allein die Farbraummessung, gebührte ihm die Farbumfangs-Krone, doch durch das verwendete TN-Panel, verfälscht er die Farben sehr stark mit dem Blickwinkel, was bei der Farbraummessung nicht berücksichtig werden kann. So liegen die Klassiker von NEC und Eizo vorn, wenn auch knapp. Am unteren Ende landet in dieser Disziplin das Modell von Belinea. Man merkt, dass der Hersteller in diesem preisgünstigen Monitor nicht die neueste Technologie einsetzt.

Belinea liegt bei der Technik etwas abgeschlagen
Vergrößern Belinea liegt bei der Technik etwas abgeschlagen

Stromverbrauch

Niedriger Stromverbrauch bedeutet weniger CO2-Emissionen und da spielen Monitore eine nicht zu unterschätzende Rolle. Stromfresser Nummer Eins ist die Hintergrundbeleuchtung, bei der nach wie vor Kaltlichtröhren eingesetzt werden. LED-Hintergrundbeleuchtungen würden mit wesentlich weniger Strom auskommen, doch diese sind bei Displays dieser Größenklasse noch nicht zu finden.

Mit über 110 Watt braucht der Acer im Betrieb am meisten Strom im Testfeld. Hier rächt sich das extrem helle Display, denn mehr Helligkeit braucht auch mehr Strom. Die goldene Zitrone verdient sich jedoch der NEC. Er schaltet nicht automatisch in den Ruhezustand. Seine Hintergrundbeleuchtung bleibt immer aktiviert, selbst wenn der angeschlossene Mac ausgeschaltet wird. Man muss den Monitor manuell abschalten, erst dann sinkt der Stromverbrauch auf unter ein Watt.

Positiv: Acer, NEC und Viewsonic statten Ihre Geräte zusätzlich mit einem Primärschalter aus. Damit werden die Displays komplett vom Stromnetz getrennt, verbrauchen also im ausgeschalteten Zustand keinen Strom mehr. Meist liegen die Schalter jedoch unzugänglich auf der Rückseite, so dass man sie in der Praxis aus Bequemlichkeit wohl kaum benutzen wird.

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