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Hohe Suchgenauigkeit

29.04.2005 | 18:00 Uhr |

Hohe Suchgenauigkeit

Würde Spotlight allein in der Inhaltsdatenbank suchen, die Ergebnisse einer Volltextsuche wären nicht sehr brauchbar. Zehntausende Textdateien enthält allein das Betriebssystem, würden diese alle indexiert und später in die Suche einbezogen, man würde nur Unsinn finden. Andere, wichtige Informationen würde man dagegen nicht finden, beispielsweise Dateien, die von einem bestimmten Autor stammen, ohne dass dieser namentlich im Text erwähnt ist. In PDF- und Office-Dateien werden solche Metadaten schon länger gespeichert, oft ohne, dass der Autor dies merkt. Spotlight kann dank eingebauter Filter solche Informationen auswerten und alle PDF-Dokumente eines bestimmten Autors finden. MP3-Dateien lassen sich ebenso nach Komponisten aufspüren, digitale Fotos nach dem Namen der Kamera oder dem Datum, an dem das Bild entstand.
Eine Fülle an Metadaten legen Programme und der Mac-Finder selbst an. So enthalten digitale Fotos Informationen zu Zeitpunkt der Aufnahme, Belichtungsdauer, Name der Kamera und einiges mehr. PDF-Dokumente, die mit Acrobat erstellt sind, enthalten meist Herkunftsprogramm, Autoren, Profilinformationen und so weiter. Die Liste an Metadaten, die Spotlight verarbeitet, ist schon jetzt lang, Hersteller können in Zukunft Plug-ins für ihre Programme beziehungsweise Dokumentformate anbieten, die Spotlight weitere Informationen eröffnen.
Gleiches gilt für Dateiinhalte. Auch hier verfügt Spotlight schon über eine beeindruckende Liste an lesbaren Formaten. So durchsucht es nicht nur Dokumente, auch Mails aus Apple Mail, Kontakte aus dem Adressbuch, Termine in iCal und vieles mehr lässt sich finden. Andere müssen erst noch hinzu kommen. Adobe Indesign, Quark Xpress, Microsoft Entourage sowie sämtliche Datenbankformate sind noch außen vor. Dennoch sorgt schon jetzt die Kombination aus Metadaten und Inhaltssuche für eine hohe Treffgenauigkeit.

Spotlight in der Praxis

So komplex die dahinter stehende Technologie ist, bei der Bedienung merkt man davon kaum etwas. Apple-typisch einfach geht die Suche vor sich. In einem neuen Menüpunkt rechts oben am Bildschirmrand gibt man seinen Suchbegriff ein, daraufhin klappt ein Fenster mit den Suchergebnissen auf. Für verschiedene Dateiarten zeigt Spotlight jeweils die ersten Ergebnisse an, mehr gibt es auf Mausklick. Im Spotlight-Fenster kann man nun seine Suchergebnisse sortieren, kann verschiedene Ergebnisse ausblenden, sich zu einzelnen Dateien weitere Informationen anzeigen lassen und vieles mehr. Dank der hohen Systemintegration zeigt Spotlight auch Vorschauen für Bilder und PDF-Dateien an, ebenso lassen sich Filme direkt im Spotlight-Fenster betrachten oder Musikdateien anhören.
Statt über das Spotlight-Menü kann man Dateien auch direkt im Finder-Fenster suchen. Spotlight zeigt die Suchergebnisse dann in einem Finder-Fenster an, die Sortierfunktion ist hier allerdings eingeschränkt. Wer seine Suche von vornherein eingrenzen möchte, kann auch die "alte" Suchfunktion (Befehlstaste-F) verwenden. Hier erhält man zusätzliche Suchkriterien, wie man sie auch bislang kennt. Allerdings hat Apple der Suche eine angenehmere Oberfläche und einfachere Menüs spendiert.
Ein weiterer Ort für die Suche sind die "Öffnen"-Dialoge in Programmen. Vorausgesetzt, man hat keine Uralt-Software, lassen sich in den Auswahldialogen Suchabfragen starten. Allerdings steht hier nur eine abgespeckte Spotlight-Version zur Verfügung: Nur die Suche nach Dateinamen ist hier möglich. Trotzdem ist dies ein deutlicher Fortschritt.

Bilder sagen oft mehr als Worte: Die neue Suchmaschine Spotlight zeigen wir im Detail in unseren Bildergalerie in insgesamt 11 Screenshots mit Erklärungen

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