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Homepod Mini verspricht starken Sound zum kleinen Preis

13.10.2020 | 21:43 Uhr | Peter Müller

Der Homepod Mini ergänzt den Homepod. Der Preis ist zwar recht niedrig, aber richtig Spaß machen ohnehin nur mehrere Geräte.

Homepod Mini heißt wie erwartet Apples zweiter Smartspeaker. Der Preis von 99 US-Dollar – erfreulicherweise 96,50 Euro – ist eine Ansage, aber so richtig wird der Homepod Mini seine Qualitäten erst ausspielen können, wenn man sich mindestens zwei davon anschafft.

Homepod Mini im Apple Store für 96,50 Euro anschauen

Mit dem Mini verspricht Apple ähnlich überragenden Sound, wie ihn schon der "große" Homepod liefert, die Geometrie ist eine etwas andere. Nicht nur ist der Homepod Mini mit 8,4 Zentimetern deutlich niedriger, die Wände des Zylinders sind ein wenig nach außen gewölbt, so wirkt er wie ein Football, dem die Spitzen abgeschnitten wurden. Im Inneren richtet ein akustischer Wellenleiter den Schall nach unten, wo er nach außen gelenkt wird und so einen 360-Grad-Klang erzeugt, der Homepod Mini lässt sich beliebig aufstellen. Im Homepod Mini hat Apple nach eigenen Angaben zu 99 Prozent seltene Erden aus Recycling verbaut, der Neodyn-Treiber bestehe gar zu 100 Prozent wieder verwerteten seltenen Erden.

Gleich vier neue iPhone-12-Modelle gibt es dieses Jahr: iPhone 12, iPhone 12 Pro, iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 mini. Da hat man echt die Qual der Wahl, auf jeden Fall sollte da für jeden etwas dabei sein. Wir haben euch alle wichtigen Infos über die neuen iPhone-12-Modelle zusammengefasst.

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Drei Mikrophone, jeweils im Winkel von 120 Grad angeordnet, nehmen rundum den Klang auf, den die Elektronik des Homepod Mini dann an die Raumverhältnisse anpasst – das kennt man schon vom großen Homepod. Ein viertes Mikrophon ist nach innen gerichtet, um die vom Lautsprecher selbst erzeugten Klänge zu kennen und sie so ausfiltern zu können.

Denn das ist der smarte Teil des Lautsprechers, der auf Zuruf seiner Besitzer reagiert. Stimmen kann der Homepod zwar bisher nur auf Englisch unterscheiden, doch als eine Art von Multiusergeräten bietet er dann Zugriff auf die unterschiedlichen Musikbibliotheken der Bewohner oder deren Erinnerungen, Nachrichten, Termine und Notizen. Ein interessantes Feature liefert Apple bald nach: Wenn man sein iPhone an den Homepod heranbringt, kann dieser zwar jetzt schon mittels Continuity die Wiedergabe davon übernehmen, für diesen Übersprung der Musik wird es neue akustische und optische Effekte geben, für die man aber ein iPhone mit U1-Chip benötigt. Damit wäre auch die Frage geklärt, ob denn der Homepod Mini mit einem solchen Ultraweitband-Chip, den Apple erstmals im iPhone 11 verbaut hatte, ausgestattet sei: Ja, das ist er.

Siri weiß mehr, Haussprechanlage

Apple will für den Homepod Mini Siri deutlich verbessert haben, vor allem das Faktenwissen des Sprachassistenten sei um den Faktor 20 gestiegen, heißt es. Eine weitere Sprachfunktion ist neu: Homepods dienen nun auch als Intercom. So kann man etwa vom Wohnzimmer aus die Teenager im ersten Stock darüber informieren, dass nun das Essen fertig ist und muss das nicht mehr durch das Treppenhaus brüllen.

Die Intercom-Funktion ist aber nicht auf den Homepod (Mini) beschränkt, von allen anderen Apple-Systemen kann man seine Nachrichten senden, etwa von der Apple Watch, dem iPhone oder auch dem Car-Play-System im Auto.

Aber auch wer alleine in einer großen Wohnung wohnt, hat Nutzen von mehreren Homepods, die sich zu einem Multiroom-System zusammenschließen lassen. Zwei Homepod Mini in gegenseitige Reichweite gebracht, ergeben dann auch ein Stereopaar, das etwa auch die Soundausgabe vom Apple TV übernimmt. Adieu, Soundbar.

Amazon Music kommt auf den Homepod

Homepod und Hompepod Mini ersetzen auch zusehends das UKW-Radio, Apple kooperiert mit zahlreichen Internetradioanbietern wie TuneIn oder iHeartRadio. Pandora und Amazon Music sollen in Kürze via Homepod Mini erreichbar sein.

Im Inneren arbeitet Apples SiP (System in Package) S5, das auch in der Apple Watch Series 5 und SE verbaut ist, um den Klang zu optimieren, Computational Audio nennt Apple die Technik. Der Chip kümmert sich aber auch um andere Prozesse, wie die mit Siri. Apple verspricht, dass der Homepod nur zuhört, wenn er per Codewort dazu aufgefordert wird ("Hey, Siri!"), Apple stellt zudem hohe Ansprüche an den Datenschutz. Anfragen werden etwa nicht mit der Apple ID verknüpft und persönliche Daten gibt Apple nicht an Werbeunternehmen weiter.

Der Homepod Mini ist in Schwarz oder Weiß erhältlich, Rabatte für ein Stereopaar oder gleich eine Hausanlage gibt es nicht. Vorbestellen kann man den Homepod Mini bei Apple ab Freitag, den 6. November, die Auslieferung verspricht Apple für die Woche ab dem 16. November.

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