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Homeschooling 2.0 - Marburger Schule macht das mit iPads

24.02.2021 | 13:50 Uhr | Thomas Hartmann

Schule trotz Corona: Die Richtsberg-Schule in Marburg zeigt, dass und wie das funktioniert – unter anderem durch flächendeckenden Einsatz von iPads.

Alle 640 Schüler der Marburger Rechtsberg-Gesamtschule besitzen ein eigenes iPad. Dieses müssen sich die Schüler in der Regel selbst anschaffen, es gibt aber auch Unterstützung für soziale Härtefälle. Die Apple-Tablets sind ferngesteuert, die Lehrkräfte dürfen alle Apps einsetzen, die sie für geeignet halten. Als digitale Lernplattform kommt Scobees zum Einsatz. Die Schule stellt ihr Konzept mit sogenannten Lernlandschaften ausführlich vor – gestartet ist man, indem man aus drei ursprünglichen Klassenräumen einen großen Saal machte, dort 120 Schüler in acht Lerngruppen zu jeweils 15 Kindern aus den fünften Klassen zusammenbrachte und damit loslegte.

”PerLenWerk” (für: Personalisierte Lernumgebung mit Werkstätten ) – so heißt das neue Konzept an der RGS, über das man hier mehr erfährt.

Klassische Schultafeln gibt es in der Schule praktisch nicht mehr. Stattdessen wurden Projektionsflächen für Beamer eingerichtet, und natürlich hat jedes Kind das eigene iPad vor und für sich, auch zu Hause. Damit lassen sich die Aufgaben erledigen, Kommunikationen mit Lehrkräften und Mitschülern durchführen, auch ein persönliches Coaching ist damit machbar.

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Der Hessische Rundfunk hat dazu ein aufschlussreiches halbstündiges Video gedreht, das man hier anschauen kann . Der engagierte Schulleiter Thomas C. Ferber sowie verschiedene Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler äußern sich darin zu den positiven Erfahrungen für alle Seiten. Auch einen Blick in den ausbaufähigen Serverraum der Schule erhält man und auch zu Verhandlungen mit der Stadt über leistungsfähigere Glasfaserkabel für die Einrichtung.

”Die Richtsberg-Schule Marburg, eine integrierte Gesamtschule, befindet sich in einem Stadtteil, wo überwiegend Menschen mit Migrationshintergrund leben, viele beziehen Hartz IV. Die Schule will zeigen, dass Corona auch eine Chance für eine Schule der Zukunft ist”, heißt es in dem Bericht zu der Sendung. Unterstützung findet man bei der Weiterentwicklung der Lernmodelle auch durch Spenden aus der Wirtschaft. Keine Frage, das klingt nach einem guten Modell für die Zukunft auch in anderen Städten und Gegenden Deutschlands.

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