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Huawei verliert Apps für Facebook, WhatsApp und mehr

07.06.2019 | 13:47 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Neuer Hammer für Huawei: Das Unternehmen darf auf seinen Smartphones nicht mehr Apps von Facebook nutzen.

Die Situation für Huawei auf dem Android-Smartphone-Markt wird dramatischer: Am Freitag wurde nun bekannt, dass Huawei keinerlei Apps mehr von Facebook auf seinen Geräten vorinstallieren darf. Das geht aus einem Exklusiv-Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor. In Reaktion auf die Beschränkungen der US-Regierung gegen Huawei, habe Facebook die Nutzung seiner Apps untersagt.

Huawei ist damit die Nutzung aller Facebook-Apps im Sinne einer Vorinstallation auf neuen Huawei-Geräten untersagt. Das betrifft die Apps für den Zugriff auf Facebook aber auch WhatsApp und Instagram. Letztere beiden Unternehmen gehören schließlich zu Facebook. Seit wann dieses Verbot für die Nutzung von Facebook-Apps zur Vorinstallation auf Huawei-Geräten gilt, wollte Facebook nicht kommentieren.

Facebook teilt in dem Zusammenhang aber mit, dass Huawei-Geräte, die bereits ausgeliefert wurden und auf denen die Apps Facebook, WhatsApp und/oder Instagram installiert sind, weiterhin mit Updates versorgt werden. Auch der Betrieb der Apps wird nicht eingeschränkt: Huawei-Smartphones dürfen also weiterhin die Netzwerke von Facebook für Datenübertragungen nutzen.

Wer ein neues Huawei-Smartphone kauft, wird natürlich auch weiterhin manuell die betreffenden Apps Facebook, WhatsApp und Instagram installieren dürfen - solange dies auch noch über den Google Play Store möglich ist.

Sollte Huawei, so wie es die US-Regierung will, auch den Zugang zum Google Play Store verlieren, wird es komplizierter. Es könnte schließlich auch eine Situation drohen, bei der die Facebook-Apps nicht offiziell in einem von Huawei verwalteten eigenen App-Store verfügbar sind, der als Alternative zum Google Play Store notwendig wäre.

Eine Image-Schaden ist die Entscheidung für Huawei aber jetzt schon, wenn die brandneuen Android-Smartphones ohne die beliebtesten Android-Apps ausgeliefert werden müssen.  Dies dürfte die Kaufentscheidung vieler potentieller Käufer eher zu Ungunsten für Huawei beeinflussen. Zumal damit auch die Angst geschürt wird, dass die betreffenden Apps in Zukunft vielleicht gar nicht mehr oder nur umständlich zu bekommen und zu aktualisieren sind.

Google indes versucht Huawei derzeit an der Android-Front zu helfen: Google setzt sich gegenüber der US-Regierung dafür ein, dass Huawei die Android-Nutzung über die zunächst gewährten 90 Tage Gnadenfrist hinaus nutzen darf. Ansonsten, so heißt es, drohe eine Verschlechterung der nationalen Sicherheit.

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