2422294

"I D.o.n.t.": Seltsame Autokorrektur verwundert

12.04.2019 | 09:50 Uhr | Peter Müller

Meist ist die Autokorrektur des iPhones hilfreich, bei Vertippern etwa. Sie führt aber oft zu schrägen Ergebnissen.

Der Erfinder der Autokorrektur ist ein Astloch und soll sich ins Knie fügen - wissen wir. Was wir womöglich weniger wissen: Wie werkelt AutoCorrect? Glenn Fleishman erklärt das auf Macworld im Zusammenhang mit einem besonders absurden AutoCorrect-Fail: Mindestens zwei Leser berichten unabhängig davon, dass iOS aus "I don't" ein völlig unverständliches "I D.o.n.t." macht. Lesbar, gewiss, aber orthografisch halt völlig daneben.

Normal ist es ja so: Wenn viele Leute eine bestimmte Phrase mit dem selben Term korrigieren, merkt sich Apple das. Mit der Hilfe von Differential Privacy, selbst wenn ein Hacker Apples Server kapern könnte, wäre es ihm unmöglich, aus der AutoCorrect-Datenbank zurück zu verfolgen, welche Phrasen und Worte Individuen getippt und korrigiert haben. So kommt es also zu Korrekturvorschlägen, auch bei Worten, die Sie noch nie zuvor auf Ihrem iPhone schrieben: Apple weiß oder meint zu wissen, wie es korrekt geschrieben wird.

Wenn Sie diese Vorschläge öfter ignorieren, weil sie Humbug sind - und wie oft passiert das - wird Ihr iPhone sich das merken und die lokale Schreibweise der globalen vorziehen. Nun ist es aber völlig undenkbar, dass eine ausreichende Anzahl von iPhone-Nutzern so oft aus dem korrekten "I don't" zum komplett falschen "I D.o.n.t." verschlimmbessert, dass Apples Server diese Schreibweise für die richtige halten. Es muss sich also um einen Fehler in der AutoCorrect-Funktion handeln, der anscheinend nur schwer zu reproduzieren ist. Glenn Fleishman vermutet einen Zusammenhang mit der falschen Korrektur von "i", die mit dem Update auf iOS 11.1.1 vor weit über einem Jahr behoben wurde. Aber vielleicht kennen Sie ähnliche Pannen? Jeder Hinweis ist zweckdienlich.

Macwelt Marktplatz

2422294