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IBM: Macs kommen Unternehmen günstiger

20.10.2016 | 10:46 Uhr |

IBM setzt seit letztem Jahr massiv Macs im eigenen Unternehmen ein - und kann auf der Jamf-Konferenz nur Gutes berichten.

Mac-Anwender wissen es: Man kann es sich nicht leisten, billig einzukaufen. Zufriedene Kunden greifen daher auch wieder zu einem Mac, wenn der alte nach etlichen Jahren nun doch nicht mehr auf der Höhe der Technik ist. Das passiert aber weit seltener als bei Nutzern von Windows-PCs, sagen die Erfahrung und zahlreiche Studien zum Thema " Total Cost of Ownership ".

Die Rechnung, dass ein Mac seinen höheren Anschaffungspreis aufgrund der längeren Nutzung und des geringeren Wartungsaufwands mehr als nur hereinholt, gilt auch für Unternehmen, wie IBM auf der Jamf Nation User Conference vorgerechnet hat. Es würde dreimal mehr kosten, PCs in Unternehmen zu administrieren und zu warten als Macs. Innerhalb von vier Jahren könne man sich pro Rechner 535 US-Dollar sparen – was die Mehrkosten bei der Anschaffung mehr als amortisieren würde.  Vor einem Jahr hatte IBM noch eine deutlich niedrigere Zahl genannt, jeder Mac würde demnach im Betrieb 270 US-Dollar einsparen.

IBM hat einen genauen Blick auf die Szene, im Sommer vor zwei Jahren hatte Big Blue eine tief gehende Partnerschaft mit Apple vereinbart mit dem Ziel, mehr Macs und iPads in Unternehmen zu bringen. Auch für die eigenen Mitarbeiter setzt IBM auf Apple-Produkte, im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen den Kauf von 200.000 Mobilrechner in Cupertino an , die bisher verwendeten Lenovo-Thinkpads will man ausrangieren. Derzeit würden rund 90.000 IBMler Macs einsetzen, im vergangenen Jahr waren es noch 30.000.

Die Einsparungen basieren vor allem auf geringerer Wartungsintensität wegen der besseren Software, die Apple mit seinen Rechnern ausliefere. IBMs Vice-President of Workplace as a Service, Fletcher Previn, erklärte, man habe für Wartungsfälle in Mac-Umgebungen 104mal im Jahr weniger ausrücken müssen als für PC-Probleme. So seien bei IBM Japan Macs mittlerweile der Standard und PCs nur noch in Ausnahmefällen im Einsatz, andere Niederlassungen würden dem Beispiel folgen. In Sachen Mobilgeräten helfe die stete Aktualisierung, 60 Prozent der von IBM gewarteten iPhones und iPads würden das jeweils aktuelle iOS installiert haben, während man auf 60 Prozent der Android-Geräte mindestens zwei Jahre alte Betriebssysteme vorfände.

Der Veranstalter der Konferenz Jamf vertreibt vor allen die gleichnamige Software, mit der man große Mengen an Macs in Unternehmen zentral verwalten und die jeweils aktuelle Software darauf verteilen kann. Mit dem Wachstum des Mac in Unternehmen macht also auch Jamf ein gutes Geschäft.

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