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Im Härtetest: Power Mac G4 733

20.03.2001 | 00:00 Uhr |

Einen besonderen Platz nimmt das Flaggschiff der G4-Macs wegen seines DVD-Brenners ein. Bisher kostete nur der Brenner mit der Komprimierlogik schon so viel wie der komplette G4-Mac. Zwar ist für die meisten Heimanwender der 733-MHz-Mac zu teuer, aber beispielsweise als Service für den Hobbyfilmer lohnt sich ein solcher Rechner allemal. Vor allem für ambitionierte Hobbyfilmer und Videoprofis stellt der G4-Mac eine kleine Revolution dar. mehr

Weltweit den ersten Rechner mit eingebautem DVD-Brenner bietet Apple mit dem Power Mac G4 733 an. Super Drive nennt Apple das Kombilaufwerk DVR-103 von Pioneer, das außer DVD-Rohlingen, die man in handelsüblichen DVD-Playern abspielen kann, auch herkömmliche CD-R- und CD-RW-Rohlinge beschreibt. Das Laufwerk brennt DVD-Rs mit 2-facher Geschwindigkeit, liest DVDs mit 6-facher Geschwindigkeit, beschreibt CD-Rs mit 8-facher, CD-RWs mit 4-facher Geschwindigkeit und liest CDs mit 24-facher Geschwindigkeit. Bisher kostete allein ein DVD-Brenner knapp 10 000 Mark, ein DVD-Rohling war nicht unter 70 Mark zu haben. Letzteren bietet Apple im 5er-Pack für 130 Mark an, pro DVD-Rohling sind das 26 Mark.

DVD-Brenner im Test

Nur langsam liest der DVD-Brenner CDs und DVD-ROMs. Zudem dauert es relativ lange, bis das Laufwerk eine CD auf dem Schreibtisch anzeigt, nachdem man sie eingelegt hat. So benötigt beispielsweise eine System-CD von Apple fast 20 Sekunden, bis sie nach dem Einschieben auf dem Schreibtisch erscheint. Im Vergleich braucht der CD-Brenner des 667 MHz schnellen G4-Mac nur etwa 12 Sekunden. Zudem benötigt der DVD-Brenner zum Lesen einer CD-R etwa doppelt so lange wie der CD-Brenner in den übrigen G4-Macs. Beim Beschreiben einer CD hingegen arbeitet der DVD-Brenner etwa so schnell wie der CD-Brenner der anderen G4-Macs. Uns fällt jedoch auf, dass der DVD-Brenner bei CD-Rohlingen wählerisch ist. Während der CD-Brenner der übrigen Macs Billig-CD-Rohlinge anstandslos beschreibt, misslingt uns jeder Schreibversuch mit dem DVD-Brenner. Problemlos kommt das DVD-R/CD-RW-Laufwerk dagegen mit dem CD-Rohling von Verbatim zurecht, der den Macs beiliegt. Beim Schreiben einer DVD zeigt er gute Werte, so braucht eine DVD im Vergleich zur Spieldauer des zu brennenden Films gerade mal doppelt so lang.

Neuer Prozessor
Außer dem neuen DVD-R/CD-RW-Laufwerk bietet der 733 MHz schnelle G4-Mac wie sein 667 MHz schneller Kollege auch einen neuen Prozessor. Die Spitzenmodelle kommen mit dem neuen G4-Prozessor MPC-7450, der im Prozessor einen 256 KB großen Level-2-Cache integriert hat. Aus diesem Grund kann der Cache mit vollem Prozessortakt arbeiten. Zudem greift der Prozessor auf einen 1024 KB großen Level-3-Cache zu, der mit einem Drittel des Prozessortaktes arbeitet. In der Praxis zeigt sich dieser Prozessortyp zwar schneller als der Prozessor MPC-7410, der in den G4-Macs bis 533 MHz arbeitet, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Der Grund ist die erweiterte Pipeline-Architektur des neuen Prozessors, die erst bei hohen Taktraten ihre volle Leistung entfaltet. Während bei unseren Tests ohne Velocity (Altivec)- und Multiprozessoren-beschleunigte Anwendungen der 733-MHz-Mac deutlich schneller als die anderen Macs ist, bleibt er bei unseren Tests mit Beschleunigung für Velocity und MP hinter dem G4-Mac mit zwei 533 MHz schnellen Prozessoren zurück. Der Grund dafür sind die guten Ergebnisse des Multiprozessor-Macs bei MP-optimierten Anwendungen. Den Geschwindigkeitsvorteil der "zwei Herzen" kann ein einzelner Prozessor derzeit nicht wett machen.

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