2492219

Immer mehr Nutzer erkennen eigenen Smartphone-Zwang

09.03.2020 | 09:21 Uhr | Thomas Hartmann

Immerhin 31 Prozent der Nutzer empfinden einen Zwang, ständig auf das Smartphone zu gucken. Auch beruflich fällt es vielen schwer, sich gegenüber Geschäftsmails abzugrenzen.

”Global Mobile Consumer Survey: Wie tickt der Mobilfunkmarkt?”, nennt sich die Studie zu Nutzungstrends und -entwicklungen im Mobile-Bereich von Wirtschaft- und Finanzdienstleister Deloitte . Demnach besitzen 89 Prozent der Deutschen bereits ein Smartphone, dies gilt auch für die laut Deloitte ”weniger technikaffine” Altersgruppe zwischen 65 und 75 Jahren – auch dort sind es noch 80 Prozent. Woraus sich folgern lasse, dass der Markt weitgehend gesättigt ist. Daher konzentrierten sich die Hardware-Hersteller mit ihren Vermarktungsstrategien vor allem auf einen zügigen Gerätetausch, wofür faltbare Displays und die kommende 5G-Ära dienen sollen.

Im Trend sind demnach immer noch der Besuch im Handyshop vor Ort – der Anteil der Besucher beim Mobilfunkanbieter mit Verkaufsladen sei sogar noch einmal erheblich gestiegen. Und auch die Sprachassistenten sind weiterhin auf dem Siegeszug – der Nutzerbasis habe sich innerhalb eines Jahres praktisch verdoppelt.

Wie ZDNet weiter berichtet, ist der Studie zufolge die Handynutzung für viele Verbraucher immer mehr Fluch und Segen zugleich. So etwa wird von 94 Prozent der Besitzer das Smartphone täglich genutzt, aber nur noch 31 Prozent telefonieren damit täglich, denn vor allem Whatsapp- und E-Mail-Nutzung steigen weiter. Immerhin fast 60 Prozent nutzen ihr Smartphone auch außerhalb der Arbeitszeit für berufliche Zwecke. 38 Prozent der Befragten schätzen ihre eigene Nutzung des Handys demnach als zu hoch ein – in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren sind das sogar 63 Prozent, 31 Prozent sprechen gar von einem Zwang, dauernd aufs Smartphone schauen zu müssen. 17 Prozent klagen bereits über physische Symptome wie Kopfschmerzen oder haben Probleme mit den Augen. Weil das Smartphone die Geschwindigkeit des Alltags erhöhe und man beispielsweise auch Arbeitsmails in der Freizeit beantworte, werde das Smartphone für Menschen auch zum Stressfaktor, sagt Andreas Gentner, Partner und Manager bei Deloitte. Doch auch bei der Freizeitgestaltung spielt das Smartphone eine immer größere Rolle – etwa beim Streaming von Inhalten oder das Gaming über die mobile Nutzung des Handys.

Befragt wurden für diese Studie demnach allein in Deutschland über 2000 Nutzer.

Macwelt Marktplatz

2492219