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Implantat mit 16 Elektroden hilft gelähmten Menschen

25.09.2018 | 15:50 Uhr |

Durch ein Implantat mit 16 Elektroden können zwei US-Amerikaner mit einer Querschnittslähmung wieder laufen.

Als sich der Truck der US-Amerikanerin Kelly Thomas im Jahr 2014 überschlug, ging sie davon aus, nie wieder laufen zu können. Ebenso erging es Jeff Marquis nach einem Unfall mit dem Mountain Bike. Durch ein im Rahmen eines Testprogramms der Universität von Louisville eingesetztes Implantat können die beiden Probanden nun wieder eigenständig laufen oder sind auf dem Weg der Genesung. Normalerweise gibt es für Patienten mit einem teilweise zerstörten Rückenmark keine Behandlungsmöglichkeiten. Das nun im Rahmen einer medizinischen Studie eingesetzte Implantat besteht aus 16 Elektroden, die das Rückenmark elektrisch stimulieren. Doch auch damit müssen die Patienten noch trainieren und ihre Muskeln wieder langsam aufbauen.

Für alle Patienten sei dieses Verfahren nicht geeignet. Zwei anderen Teilnehmern konnte die Operation nur teilweise helfen, sie können aber wieder eigenständig stehen und ihre Beine bewegen. Damit leistet der von Medtronic entwickelte RestoreAdvanced SureScan MRI Neurostimulator mehr als bisherige Behandlungsmethoden. Die Patienten müssen die Funktion mit einer Fernbedienung aktivieren, um ihre Beine und Füße wieder bewegen zu können. Mit abgeschalteter Funktion bleiben sie weiterhin gelähmt. Bevor größere Testgruppen von den Möglichkeiten des Implantats profitieren können, muss die Technik jedoch noch zugänglicher gemacht werden, um beispielsweise auch von Menschen mit gelähmten Armen und Händen genutzt werden zu können. Die Forscher experimentieren daher mit einer Aktivierung per Sprachkommando.

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