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Indien will mehr Transparenz von Online-Händlern

06.07.2020 | 14:27 Uhr | Peter Müller

Müssten Amazon und Konsorten ihre Algorithmen offen legen, hätte das Potential, die Welt des Online-Shoppings zu verändern.

Ein in Indien vorgeschlagenes Verbraucherschutzgesetz könnte die Welt des Online-Shoppings stark verändert. Denn Anbieter wie Amazon oder Walmart sollen ihre Quellcodes und Vorschlagsalgorithmen offen legen. Laut Bloomberg sollen hier "digital induzierte Vorurteile" vermieden werden und offen gelegt, ob die Unternehmen "erklärbare" KI nutzen, um den Kunden Produkte aus ihren Sortimenten zu empfehlen. Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Unternehmen innerhalb von 72 Stunden auf Anforderung gespeicherte Daten übermitteln sollen. Über die Herkunft der Produkte und ob wesentliche Teile aus Indien stammten, müssen die Händler ebenso Auskunft geben, wie dem Kunden Kontaktadressen für etwaige Beschwerden zu nennen. Das Gesetz ist nun im Diskussionproszess, Interessenvertreter können ihre Bedenken äußern.

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