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Intel-Chips: US-Regierung mischt sich in Produktionsausbau ein

15.11.2021 | 15:00 Uhr |

Die ganze Welt leidet unter der Chipknappheit, die inzwischen fast alle Technik-Branchen befallen hat. Intel will dagegen vorgehen, indem das Unternehmen die Produktion in China ausbaut. Doch die US-Regierung hat etwas dagegen.

Die größte Herausforderung für Hardware-Hersteller ist derzeit ohne Zweifel die weltweite Chip-Knappheit, die inzwischen auch sekundäre Industriezweige, wie die Automobilbranche, befallen hat. Die Ursachen für die derzeite Lage sind mannigfaltig, neben der hohen Nachfrage spielt auch die Corona-Krise, knappe Rohstoffe und zu geringe Produktionskapazitäten eine Rolle. Um zumindest letzterem entgegenzuwirken, hat Intel die Ausweitung der Produktion an neue Standorte in China geplant. 

Doch laut Bloomberg hat die US-Regierung starke Einwände. Denn obwohl auch die Administration unter Präsident Joe Biden Strategien entwickle, den Versorgungsengpässen entgegenzuwirken, liege die Priorität vor allem darin, kritische Industriezweige wieder zurück in die Vereinigten Staaten zu holen. Intels Vorschlag bestand ürsprünglich darin, eine Produktionsstätte in Chengdu, China, zu beauftragen, um Silikonwafer herzustellen. Laut den Plänen hätte die Herstellung Ende 2022 starten können.

US-Regierung zieht Investitionsauflagen in Betracht

Laut dem Bloomberg-Bericht evaluiert die US-Regierung derzeit, ob Investitionen in China mit Restriktionen belegt werden sollen. Zitat eines Sprechers des Weißen Hauses: " (Die US-Regierung) ist sehr darauf bedacht, China daran zu hindern, US-Technologien, -Know-how und -Investitionen zur Entwicklung modernster Technologien zu nutzen." Intel hat sich derweil in einem Statement an Bloomberg geäußert und verlauten lassen, dass man weiterhin offen bleibe für andere Möglichkeiten, den großen Bedarf an Halbleitern zu decken.

"Intel und die Biden-Administration haben das gemeinsame Ziel, den anhaltenden branchenweiten Mangel an Mikrochips zu beheben, und wir haben mit der US-Regierung eine Reihe von Ansätzen geprüft. Unser Schwerpunkt liegt auf dem erheblichen Ausbau unserer bestehenden Halbleiterfertigung und unseren Plänen, zweistellige Milliardenbeträge in neue Waferproduktionsanlagen in den USA und Europa zu investieren."

Laut Intel-nahen Quellen Bloombergs habe das Unternehmen die Pläne, Produktionskapazitäten in China auszuweiten, inzwischen auf Eis gelegt.

Vor kurzem hat Intel die ersten CPUs der zwölften Core-Generation mit dem Namen Alder Lake vorgestellt, die dank eines deutlichen Leistungssprungs positiv aufgenommen wurden . Außerdem ist inzwischen auch offiziell bestätigt , dass Intel auch zeitnah eigene Grafikkarten auf den Markt bringen möchte. Die erste Generation hört auf den Codenamen Alchemist.

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