958104

Interaktive Layouts

28.10.2006 | 09:00 Uhr

Interaktive Layouts

Nach Installation des Plug-ins Interactive Designer findet sich im Dialog für das Anlegen von Layouts ein neuer Eintrag. Er ergänzt die genannten Layouttypen Print und Web um ein interaktives Layout, für das praktisch die gleichen Arbeitsbedingungen gelten. Dokumentdefinitionen, Synchronisierung von Layoutinhalten, Ebenenmanagement, Bildbearbeitungsoptionen oder Teamarbeit mit Composition-Zones, all das funktioniert auch im interaktiven Layout. Darüber hinaus kombiniert Interactive Designer Xpress-Objekte mit Ereignissen und Aktionen.

Nach Definition eines interaktiven Layouts macht sich der Gestalter an die Arbeit. Mit den Werkzeugen von Xpress entwirft er das Design. Objekte, die Ereignisse oder Handlungen ausführen sollen, erhalten einen Namen. Das alles erledigt man in der interaktiven Palette („Fenster > Interaktive Palette“). Anschließend legt man ein Benutzerereignis fest, auf das das Objekt reagieren soll, beispielsweise einen Mausklick, und dann das daraus resultierende Ereignis. Mit dem Befehl „Seite > Vorschau des SWF“ begutachtet man das Ergebnis – vorausgesetzt der aktuelle Flash-Player ist installiert.

Für weitere Bearbeitungen muss der Anwender drei Elemente auseinander halten: Objekte, Benutzerereignisse und Aktionen. Ein Objekt ist ein typisches Xpress-Element wie ein Bild- oder Textrahmen oder eine Linie, dem über die Interaktive Palette ein Namen zugewiesen wurde. Ein Benutzereignis ist eine Handlung, die mit einem Eingabegerät ausgeführt wird. Dies können beispielsweise ein Mausklick oder eine Fahrt mit dem Mauszeiger über ein Objekt sein. Eine Aktion ist das, was der Benutzer durch Ereignisse auslöst. Aktionen können das Starten eines Films oder der Wechsel auf einen anderen Bereich eines Internet-Auftrittes sein.

Auch die Interactive-Layouts unterscheiden sich. Ein Päsentations-Layout dient zum Zusammenfügen interaktiver Präsentationen, die sich als selbstlaufende Projektordokumente ausgeben lassen. Schaltflächen-Layouts generieren Knöpfe, die über mehrere Schaltzustände verfügen. Bildsequenz-Layouts präsentieren Abfolgen von Motiven, die sich in einem Animationsobjekt abspielen lassen. Widersprüchlich wirkt an manchen Stellen die Bearbeitung: In Print- und Web-Layouts ist man es gewöhnt, Bilder per Importbefehl in Rahmen zu laden. Um Filme zu laden, muss man zuerst ein Objekt als Videoobjekt definieren (mit Namen versehen). Über einen versteckten Dialog in der Palette Interaktiv lädt man dann das Material. Logischer wäre es, Objekten in allen Layouttypen über einen erweiterten Dialog Medienverknüpfungen zuweisen zu können.

Macwelt Marktplatz

958104