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Interview: Apfelland

27.07.2007 | 13:00 Uhr |

GameStar : Bietet Ihre Community die Möglichkeit, Arbeit in und um SL herum zu finden?

Arik McAlpine : Jede Menge, 3D-Grafiker und Scripter sind ebenso begehrt wie virtuelle Promoter für Clubs und Diskotheken. Informieren können sich Bewohner über freie Jobs in der »Deutschen Second Life Auskunft«, die sich direkt auf der Apfelland-Hauptinsel befindet. Stellenangebote können Bewohner aber auch im Forum aufgeben.

GameStar : Welche Projekte planen Sie mit der Community für die Zukunft?

Arik McAlpine : Da kann ich nur für uns Organisatoren sprechen, die Bewohner des Apfelland gehen ja eigene Wege. Einige bekannte Marken werden sich in Kürze im Apfelland mit einer eigenen Unternehmenspräsentation niederlassen. Aber wir binden auch unsere Bewohner immer mehr ein, so können wir uns zum Beispiel gut auch virtuelle Abstimmungen über neue Projekte vorstellen.

Der Strand mit seinen Luxus-Bungalows ist einen Blick wert. Die Sonne ist allerdings gebührenfrei.
Vergrößern Der Strand mit seinen Luxus-Bungalows ist einen Blick wert. Die Sonne ist allerdings gebührenfrei.
© Gamestar

GameStar : Seit wann sind Sie in Second Life aktiv?

Arik McAlpine : Noch gar nicht so lange, es ist gerade mal ein halbes Jahr her, dass ich die ersten virtuellen Schritte gewagt habe. Damals habe ich mir noch ernsthaft überlegt, ob ich mir vielleicht mal ein 512 qm Grundstück zulegen sollte.

GameStar: Was bedeutet Ihr Avatar für Sie, warum haben Sie dieses Aussehen gewählt?

Arik McAlpine : Arik hat ein verträgliches Outfit, das nicht polarisiert, quasi der nette Mann von nebenan. Schließlich genießt mal als »Landlord« ein gewisses Ansehen. Da muss man auch in der virtuellen Welt aufpassen, was man sagt und wie man sich verhält. Und vor allem, wo man sich aufhält.

Für Neueinsteiger gibt es viele kostenlose Items im Altstadt-Ambiente von Apfelland.
Vergrößern Für Neueinsteiger gibt es viele kostenlose Items im Altstadt-Ambiente von Apfelland.
© Gamestar

GameStar: Was verbinden Sie mit Second Life und was verbindet Sie mit Second Life?

Arik McAlpine: Second Life ist für mich eine riesige Spielwiese, auf der wir einen spannenden neuen Weg gehen können und noch keiner weiß, wohin die Reise geht. Seit sechs Monaten lebe ich genauso wie zahlreiche arktis Mitarbeiter mehr oder minder in der virtuellen Welt mit dem Ziel, dort etwas Neues zu erschaffen.

GameStar: WIe wird sich SL in Zukunft Ihrer Meinung nach entwickeln?

Arik McAlpine: Das ist ja grad das Spannende, keiner weiß, was sich daraus entwickelt und ob nicht doch mal die große Seifenblase platzt. Ich bin jedoch sicher, dass Second Life erst noch ganz am Anfang ist. Die eigentlichen großen Geschäftsideen, außer Modeverkauf für Avatare, müssen erst noch gefunden werden. Und sie werden gefunden werden, da bin ich mir sicher.

GameStar : Sehen Sie für sich selbst eine wirtschaftlich orientierte Zukunft in SL? Können Sie sich vorstellen, mit SL Ihr Geld zu verdienen?

Arik McAlpine : Natürlich. Wir sind ein gewinnorientiertes Unternehmen und da stellen wir nicht fast die Hälfte der Belegschaft einfach so ab, um in der virtuellen Welt was zu errichten. Klar befinden wir uns noch mitten im Lernprozess. Am Anfang haben wir noch Wohnungen gegen Lindendollar vermietet und mussten der zweiten Rate hinterherrennen. Nicht gerade produktiv. Auch sind die Startkosten in Second Life sehr hoch, ein neuer Apfelland-SIM kostet fast 1300€ und monatlich nochmal 230€ Gebühren an Linden Lab. Noch ist es ein weiter Weg, aber eins ist sicher: Es hat noch nie so viel Spaß gemacht, echtes Geld zu verdienen.

GameStar: Welches sind Ihrer Meinung nach negative Aspekte an Second Life?

Arik McAlpine : Sex und Gewalt sind allgegenwärtig in Second Life. Leider gibt es einige Orte, an denen man ohne Altersnachweis mit echtem Sex in Berührung kommt oder Hetzschriften gegen Minderheiten findet. Das hat im Apfelland nicht zu suchen und ist sicherlich in Zukunft ein großes Thema für so manchen Anwalt.

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