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Japanische Sonde Hayabusa2 nimmt Asteroiden-Proben

12.07.2019 | 15:14 Uhr | Michael Söldner

Nach der Sprengung eines Kraters in den Asteroiden Ryugu hat die gleiche Sonde nun Proben entnommen.

Asteroiden sind für Wissenschaftler ein interessantes Feld, schließlich rasen die Gesteinsbrocken oft schon seit Millionen Jahren durch unser Sonnensystem. Die japanische Raumsonde Hayabusa2 soll nun den Geheimnissen des Asteroiden Ryugu auf den Grund gehen. Dazu war sie schon im April auf dem Himmelskörper gelandet, um dort einen Krater in die Oberfläche zu sprengen. Bei einer neuerlichen Landung hat Hayabusa2 nun erstmals Bodenproben aus dem zertrümmerten Gestein eines Asteroiden entnommen.

Die Landung ist nach Angaben der japanischen Weltraumagentur JAXA perfekt verlaufen. Noch vor dem Ende des Jahres 2019 soll sich Hayabusa2 wieder zur Erde aufmachen und ein Jahr später die Bodenproben abliefern. Das durch die Sprengung an die Oberfläche beförderte Material des Asteroiden Ryugu soll Wissenschaftlern einen Blick in die Geschichte und Herkunft des Asteroiden eröffnen. Das Risiko für einen Ausfall der Sonde sei hoch gewesen, schließlich habe schon die Reise zum Asteroiden fast vier Jahre gedauert. An Bord war auch eine Landeinheit aus Europa: Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelte Mascot sammelte für 17 Stunden auf der Oberfläche des Asteroiden Forschungsdaten ein, die auch drohende Einschläge auf der Erde verhindern sollen.

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