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Jobs kritisierte Cook: "Kein Produkt-Mensch"

09.07.2019 | 09:21 Uhr | Peter Müller

Kurz vor dem Tod hat Steve Jobs über sein Erbe mit Walter Isaacson gesprochen. Cook hatte demnach aus Jobs' Sicht einen entscheidenden Nachteil.

Tim Cook kann alles, aber keine Produkte. Wer hat das gesagt? Gefühlt seit Steve Jobs' Tod fast alle, die sich über Apple mokieren, im Speziellen über den CEO-Nachfolger des 2011 an Krebs verstorbenen Gründers. Doch er war es selbst, der diese Einschätzung gab. Zumindest verrät das nun sein Biograph Walter Isaacson in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC .

Video-Interview mit Walter Isaacson

In das Buch, das er in den letzten beiden Lebensjahren des Apple-Gründers mit dessen Zustimmung und reger Mithilfe verfasste, kamen weniger harsche Worte, wie Isaacson weiter sagt. Jobs habe unter Schmerzen gelitten und sei zornig gewesen, weswegen sich Isaacson entschied, die für Leser relevanten Informationen aufzunehmen und nicht die Beschwerden eines sterbenden Mannes über seinen Nachfolger.

Isaacson hatte in der Vergangenheit immer wieder Apple kritisch betrachtet und zuletzt etwa den Rückstand in Sachen digitaler Assistenten gegenüber Amazon und Google bemäkelt. Sein Buch war trotz Autorisierung vor allem bei Steve Jobs' Familie und bei Apple in Cupertino nicht so gut angekommen, da es aus deren Sicht die dunklen Seiten der Persönlichkeit des Apple-Gründers überbetont habe.

Ebenso schlecht kam der Film " Steve Jobs " von Danny Boyle mit Michael Fassbender als Steve Jobs schlecht bei Apple und Laurene Powell-Jobs an, dessen Drehbuch auf dem Werk von Isaacson basiert.

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