2424595

Jugendlicher verklagt Apple wegen fehlerhaften Gesichtserkennung

24.04.2019 | 09:36 Uhr | Peter Müller

Ob Apple in seinen Stores eine Gesichtserkennung einsetzt, das ist die Frage. Deswegen hat ein Jugendlicher aus den USA die Firma verklagt.

Ein Teenager aus Boston hat Apple auf Schadensersatz verklagt, weil er fälschlicher Weise wegen Diebstähle in einigen Apple Stores an der Ostküste von der Polizei verhaftet worden war, das berichtet " Fast Company ". Der 18-jährige Ousmane Bah hatte zwar ein perfektes Alibi, seinen Schulabschlussball, den er während des Diebstahls in Boston besuchte.

Ein Unbekannter hatte sich mit dem gestohlenen Schülerausweis von Bah als solcher bei Apple ausgewiesen, das Dokument trug kein Lichtbild. Bah beschuldigt Apple nun, eine in den Stores eingesetzte Gesichtserkennung hätte nun seinen Namen mit dem Gesicht des Diebes verknüpft, weshalb es zu der Verhaftung nach weiteren Diebstählen in Manhattan, Delaware und New Jersey gekommen sei. Über eine erste Anschuldigung hat Bah noch im Juni 2018 erfahren, nach weiteren Vorfällen wurde er im November verhaftet. Erst nachdem ein Ermittler die Videos aus den Überwachungskameras im Apple Store in Manhatten gesichtet hat, hat er alle Anschuldigungen gegen den Mann fallen gelassen: Der Dieb sah "alles andere" als Ousmane Bah aus.

Ein Apple-Anwalt wollte zwar nicht näher auf den Fall eingehen, dementierte jedoch die Existenz einer Gesichtserkennung in den Apple Stores. Die Forderung des Teenagers ist recht hoch: Er will von Apple eine Milliarde US-Dollar für die erlittene Unbill. Es bleibt natürlich noch die Frage, wie Apple den Dieb als Ousmane Bah identifizieren konnte. Es ist davon auszugehen, dass der vermutliche Verbrecher bei seinen Diebstählen keinen Ausweis in den Stores vorgezeigt hat.

Macwelt Marktplatz

2424595