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KI beurteilt Menschen anhand von Selfies

19.09.2019 | 15:26 Uhr | Denise Bergert

ImageNet Roulette versucht Menschen anhand von Selfies zu beurteilen. Das Kunstprojekt erfreut sich immer gr├Â├čerer Beliebtheit.

Das Kunstprojekt ImageNet Roulette geht in den sozialen Netzwerken gerade viral. ImageNet Roulette ist Teil einer Kunstausstellung zur Geschichte von Bilderkennungssystemen in Mailand. Nachdem das Projekt auf Twitter in einem Beitrag erw├Ąhnt wurde, ist ImageNet Roulette in aller Munde. Auf der zugeh├Ârigen Website k├Ânnen Nutzer einen Selfie von sich hochladen. Die KI hinter dem Projekt versucht dann, den Menschen nur anhand seiner Gesichtsmerkmale zu beurteilen.

Die beiden K├╝nstler Kate Crawford und Trevor Paglen wollen mit ihrem Projekt zeigen, wie gef├Ąhrlich es sein kann, k├╝nstliche Intelligenz mit Vorurteilen zu trainieren. Die KI von ImageNet Roulette hat mit ImageNet gelernt, einer Datenbank, die 2009 mit 14 Millionen verschlagworteten Bildern erstellt wurde. ImageNet Roulette greift f├╝r die Beurteilung der hochgeladenen Selfies auf 2.833 Unterkategorien der Kategorie ÔÇ×PersonÔÇť in ImageNet zur├╝ck und versucht diese, in eine oder mehrere dieser Unterkategorien einzuordnen. Das Tool spuckt im Anschluss unter anderem Bezeichnungen wie ÔÇ×CreepÔÇť, ÔÇ×Computer-NutzerÔÇť oder ÔÇ×PessimistÔÇť aus. Wie Journalist Stephen Bush bei seinen Tests herausfand, nutzt ImageNet Roulette f├╝r seine Einordnung auch rassistische Begriffe. Was im Netz f├╝r einen Aufschrei sorgte, ist ganz im Sinne der K├╝nstler, die die negativen Seiten von automatischem KI-Training aufzeigen wollen.

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